30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Berliner Straßen für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung brachte Teilnehmer jeden Alters in die Innenstadt. Die Demonstrationsfahrt ist seit langem ein zentraler Moment für Aktivisten, die sich für bessere Bedingungen im Radverkehr einsetzen.
Die Radlerinnen und Radler nutzten etwa 20 verschiedene Routen, die alle auf den Großen Stern und die Siegessäule zuliefen. Auch Familien mit Kindern schlossen sich an und vergrößerten die Gruppe im Verlauf der Fahrt. Einige Abschnitte von Autobahnen und Hauptstraßen wurden zeitweise gesperrt, sodass Autofahrer auf Umleitungen ausweichen mussten.
Die Sternfahrt wird jedes Jahr offiziell als Protest angemeldet. Dadurch können die Teilnehmer Straßen nutzen, die sonst vom Autoverkehr dominiert werden. Seit Jahrzehnten nutzt der ADFC die Veranstaltung, um Forderungen nach einer besseren Radinfrastruktur zu unterstreichen.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, forderte die Verkehrspolitiker auf, die Sicherheit von Radfahrenden Priorität einzuräumen. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag komfortabel und sicher sein müsse – nicht nur an besonderen Aktionstagen. Alber warnte zudem vor Kürzungen im Haushalt und bestand darauf, dass die Mittel für Radverkehrsprojekte ausgeweitet und nicht gekürzt werden dürften.
Die Demonstration machte die anhaltenden Forderungen nach sicheren, besser finanzierten Radwegen in Berlin deutlich. Mit tausenden Teilnehmenden zeigte die Veranstaltung erneut, wie groß die öffentliche Unterstützung für eine fahrradfreundliche Politik ist. Die Straßenblockaden während der Fahrt sorgten für vorübergehende Verkehrseinschränkungen und unterstrichen so die Wirkung des Protests.






