04 April 2026, 04:17

AfD verliert Stimmen nach Briefwahl-Auszählung – Wahlfälschungsvorwürfe zurückgewiesen

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Mannes in Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht "Der Wähleralbtraum" und einen entschlossenen Gesichtsausdruck hat.

AfD verliert Stimmen nach Briefwahl-Auszählung – Wahlfälschungsvorwürfe zurückgewiesen

Ein Facebook-Nutzer hat Wahlfälschungsvorwürfe im Zusammenhang mit der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz erhoben, nachdem der Stimmenanteil der AfD nach der Auszählung der Briefwahlstimmen unter 20 Prozent gefallen war. Die anfängliche Hochrechnung der Partei von 20 Prozent sank im Laufe des Abends auf 19,5 Prozent. Landesbeamte wiesen die Vorwürfe zurück und betonten, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

Erste Prognosen von ARD und ZDF hatten die AfD in Rheinland-Pfalz noch bei 20 Prozent gesehen. Mit der Auszählung weiterer Stimmen – insbesondere der Briefwahl – reduzierte sich der Wert auf 19,5 Prozent. Ähnliche Rückgänge betrafen auch SPD und Grüne, was zeigt, wie nachträglich gezählte Stimmen die Ergebnisse verschieben können.

Briefwahlstimmen werden oft in Blöcken und später am Abend ausgezählt, was die Hochrechnungen beeinflussen kann. Diese Wählergruppe verhält sich häufig anders als Wähler vor Ort, entscheidet sich oft früher und erschwert so frühzeitige Schätzungen. 2026 lag die Briefwahlbeteiligung im Land bis 10 Uhr bei 34 Prozent – niedriger als 2021, da es weniger pandemiebedingte Anträge gab. In Koblenz etwa stieg die Briefwahlbeteiligung von 2006 bis 2016 langfristig an, fiel dann 2021 wieder – stets unter dem Landesdurchschnitt.

AfD-Anhänger neigen bekanntlich seltener zur Briefwahl, unter anderem wegen Skepsis gegenüber diesem System. Dieser Trend könnte erklären, warum der Stimmenanteil der Partei sank, als die Briefwahlstimmen gezählt wurden. Die Landeswahlleitung bestätigte, dass es keine Hinweise auf Manipulationen gebe; schwankende Prozentzahlen seien ein normaler Teil der Stimmenauszählung.

Der Rückgang der AfD im Laufe des Wahlabends spiegelt wider, wie Briefwahlstimmen später und in Blöcken ausgezählt werden. Behörden betonten erneut, dass Hochrechnungen Schätzungen und keine Endergebnisse seien und keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Die Skepsis der Parteianhänger gegenüber der Briefwahl könnte sich weiterhin auf die Wahlnachtsergebnisse auswirken.

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