30 March 2026, 16:25

Anna Netrebkos umstrittene Rückkehr an die Berliner Staatsoper löst Proteste aus

Offenes Buch mit dem Titel 'Die Lieblingslieder in der Oper', das Noten und Text zeigt.

Anna Netrebkos umstrittene Rückkehr an die Berliner Staatsoper löst Proteste aus

Anna Netrebko ist diese Woche an die Berliner Staatsoper zurückgekehrt – in einer Neuinszenierung von Un ballo in maschera. Die russisch-österreichische Sopranistin übernahm darin die Rolle der Amelia im Rahmen des Festspielprogramms des Opernhauses. Draußen versammelte sich jedoch eine kleine Gruppe von Demonstranten, um gegen ihren Auftritt zu protestieren.

An der Kundgebung mit rund 50 Teilnehmern wurde vor allem Netrebkos frühere Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert. Vor der Vorstellung skandierten die Protestierenden Parolen wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" und "Russland ist ein Terrorstaat". Die Sängerin war bereits in der Vergangenheit wegen ihrer vermeintlichen politischen Verbindungen in die Kritik geraten, insbesondere nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.

Netrebkos letzte große öffentliche Auftritte in Russland datieren auf Anfang 2022, darunter eine umstrittene Feier zu ihrem 50. Geburtstag im Moskauer Kreml. Die anschließende Empörung führte zu zahlreichen Absagen ihrer Konzerte in Europa und Nordamerika. Seither betonen ihre Vertreter, sie habe den Krieg in der Ukraine öffentlich verurteilt.

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Bis 2026 hatte sich die Kontroverse etwas beruhigt, sodass die Künstlerin wieder auf renommierten westlichen Bühnen wie in Wien und Salzburg auftreten konnte. An der Staatsoper, wo sie bereits in früheren Jahren gastierte, wurde ihre jüngste Rolle vom Publikum warm aufgenommen. Die Vorstellung erhielt begeisterten Applaus – ein Zeichen für einen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung.

Netrebkos Auftritt in Berlin markiert einen weiteren Schritt ihrer schrittweisen Rückkehr an europäische Opernhäuser. Zwar lenken die anhaltenden Proteste weiterhin die Aufmerksamkeit auf ihre politischen Verstrickungen, doch scheinen ihre jüngsten Stellungnahmen gegen den Krieg einen Teil der früheren Kritik abgemildert zu haben. Die Entscheidung der Staatsoper, sie zu engagieren, spiegelt diese veränderte Dynamik wider.

Quelle