31 May 2026, 02:16

BAföG-Reform auf Eis: KI-Chatbot soll Studierende jetzt unterstützen

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform kurz vor dem Aus - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform auf Eis: KI-Chatbot soll Studierende jetzt unterstützen

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat die Erwartungen an eine schnelle Reform des deutschen Schüler- und Studentenförderwerks BAföG gedämpft. Zwar scheint eine umfassende Neugestaltung des Systems nun unwahrscheinlich, doch kündigte sie Verbesserungen an – darunter einen KI-gestützten Chatbot, der Studierenden bei der Überprüfung ihrer Anspruchsberechtigung helfen soll.

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Die Ministerin bestätigte zudem Fortschritte bei einem weiteren zentralen Thema: einer zügigen Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, das die Befristungspraxis im akademischen Bereich regeln soll. Die Regierungsfraktionen haben ihre Unterstützung für die BAföG-Reform zurückgezogen, die ursprünglich zum Wintersemester 2026/27 in Kraft treten sollte. Bär räumte ein, dass Kürzungen in anderen Haushaltsbereichen – etwa bei der Pflegevorsorge und den Elterngeldleistungen – vermutlich zu dieser Entscheidung beigetragen hätten. Angesichts der angespannten Haushaltslage bezeichnete sie die Entwicklung als nachvollziehbar.

Unterdessen kommen die Verhandlungen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz voran. Der Gesetzentwurf befindet sich in der Abstimmung mit den Bundesländern und weiteren Beteiligten; die Gespräche zwischen CDU/CSU und SPD verlaufen laut Berichten konstruktiv.

Um den Zugang zu BAföG-Informationen zu erleichtern, kündigte Bär einen neuen KI-Chatbot für das Portal bafoeg-digital an. Das Tool, dessen Start noch in diesem Jahr geplant ist, soll anonym und unverbindlich Auskunft über mögliche Ansprüche geben und Nutzerinnen und Nutzer an den bestehenden BAföG-Rechner weiterleiten. Zudem verteidigte die Ministerin das deutsche Hochschulsystem als „hoch privilegiert“ – schließlich gebe es keine Studiengebühren, und die Studienplätze würden staatlich finanziert. Teilzeitjobs während des Studiums seien nicht unzumutbar, betonte Bär, da Studierende wie alle anderen auch einen Eigenbeitrag zu ihrer Ausbildung leisten sollten.

Die einst priorisierte BAföG-Reform muss nun zurückstehen, da die politische Rückendeckung schwindet. Stattdessen sollen Studierende bald einen KI-Assistenten nutzen können, um sich durch die Förderrichtlinien zu navigieren. Beim Wissenschaftszeitvertragsgesetz hingegen zeichnet sich eine Reform ab – die fraktionsübergreifenden Gespräche kommen ohne größere Hindernisse voran.

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