Bahn-Chaos im Herbst: Stündliche ICEs und 80 Minuten Verspätung zwischen Hannover und Berlin
Admin UserBahn-Chaos im Herbst: Stündliche ICEs und 80 Minuten Verspätung zwischen Hannover und Berlin
Massive Bahn-Einschränkungen: Reisende in Norddeutschland müssen sich im Herbst auf erhebliche Behinderungen einstellen
Ab dem 2. Oktober wird die Deutsche Bahn auf der Strecke Hannover–Berlin umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchführen, die zu deutlichen Einschränkungen und langen Verspätungen führen werden. Die Bauarbeiten folgen auf die bereits laufenden Sanierungsmaßnahmen auf der Verbindung Berlin–Hamburg, die in diesem Jahr bereits mit Rückschlägen zu kämpfen hatte.
Die Strecke Berlin–Hamburg wird seit dem vergangenen Jahr instand gesetzt. Ursprünglich sollte die Fertigstellung Ende April abgeschlossen sein, doch die Züge werden erst Mitte Juni wieder regulär verkehren. Die Verzögerung hat bereits jetzt zu erheblichen Unannehmlichkeiten für Fahrgäste geführt, die auf die stark frequentierte Verbindung angewiesen sind.
Eingeschränkter Betrieb auf zentralen Achsen Vom 2. Oktober an wird die Strecke Hannover–Berlin bis voraussichtlich 12. Dezember grundlegend modernisiert. In dieser Zeit verkehren die ICE-Züge zwischen Hannover und Berlin nur noch stündlich – mit Verspätungen von bis zu 80 Minuten. Auch die IC-Verbindungen zwischen Hannover und Leipzig werden auf einen Zwei-Stunden-Takt reduziert.
Auf der Strecke Amsterdam–Berlin wird das Angebot drastisch ausgedünnt: Ab Oktober fährt nur noch alle vier Stunden ein Zug, und die Fahrzeiten verlängern sich um bis zu 70 Minuten. Die ICE-Verbindung über Kassel, die Braunschweig mit Frankfurt verbindet, fällt während der Bauarbeiten komplett aus.
Als Ausweichroute schlägt die Deutsche Bahn die Strecke über Erfurt vor, wo zumindest stündlich Fernverkehrszüge verkehren sollen. Allerdings verliert Wolfsburg vorübergehend sämtliche Fernverkehrsanschlüsse, und Helmstedt muss mit stark eingeschränktem Angebot auskommen.
Tausende Pendler betroffen – langfristige Verbesserungen, kurzfristige Belastungen Die Bauarbeiten treffen vor allem Reisende auf den Achsen Braunschweig–Hannover–Berlin. Zwar sollen die Modernisierungen langfristig die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs erhöhen, doch in den kommenden Monaten müssen sich Fahrgäste auf weniger Züge, längere Fahrzeiten und temporäre Streichungen einstellen. Die Deutsche Bahn warnt zudem, dass sich die Einschränkungen über den 12. Dezember hinaus verlängern könnten.






