Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch die Probleme bleiben
Admin UserBahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch die Probleme bleiben
Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach wochenlanger Verzögerung wieder in Betrieb
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist nach einer deutlich längeren Sperrung als geplant wieder eröffnet worden – ganze sechs Wochen später als vorgesehen. Grund für die Verzögerung waren harte Winterbedingungen, insbesondere anhaltender Frost in den Monaten Januar und Februar. Regionalreisende mussten monatelang auf Ersatzbusse ausweichen, während Fernzüge über Stendal und Uelzen umgeleitet wurden, was die Fahrzeiten verlängerte.
Ursprünglich sollte das Projekt bereits Anfang Mai abgeschlossen sein. Doch das extreme Winterwetter behinderte die Arbeiten so sehr, dass sich die Wiedereröffnung bis Mitte Juni verzögerte. Der zusätzliche Puffer von rund 300 Millionen Euro wurde aufgrund der Verzögerungen vollständig aufgebraucht.
Die Gesamtkosten der Modernisierung belaufen sich nun auf etwa 2,7 Milliarden Euro – deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 2,2 Milliarden. Trotz der Wiederinbetriebnahme gab es weiterhin technische Probleme: Aufzüge fielen sofort aus, und die Züge verkehrten nicht nach Plan.
Die Aufwertung der Strecke ist Teil eines umfassenden Programms, das bis Mitte der 2030er-Jahre Dutzende Strecken in ganz Deutschland sanieren soll. Allerdings konnte das neue europäische Zugsicherungssystem (ETCS) während dieser Sperrung nicht installiert werden. Das bedeutet, dass in fünf bis zehn Jahren eine weitere großangelegte Vollsperrung nötig sein wird, um die Arbeiten abzuschließen.
Die Strecke ist zwar nun wieder befahrbar, doch das Projekt hat erhebliche Rückschläge erlitten: Die Kosten sind gestiegen, die Rücklagen aufgebraucht, und weitere Sperrungen stehen bevor. Für Fahrgäste bleibt die Situation belastend – und für die noch immer ungelösten technischen Probleme gibt es vorerst keine Lösung.
