Bechtle reformiert Führung und kämpft gegen Marktprobleme im IT-Geschäft
Admin UserBechtle reformiert Führung und kämpft gegen Marktprobleme im IT-Geschäft
Bechtle baut Führungsebene um – Marktbelastungen drücken auf das Kerngeschäft
Der IT-Dienstleister Bechtle strukturiert seine Führung neu, während Marktprobleme das Stammgeschäft belasten. Die Aktie des Unternehmens erreichte 2024 ein 52-Wochen-Tief, erholte sich bis Ende 2025 aber wieder auf 43,68 Euro. Mit den personellen Wechseln an der Spitze will das Unternehmen sein Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 erreichen.
Das Unternehmen kämpft weiterhin mit Engpässen bei Speicherchips und steigenden Kosten, die die Preise in die Höhe treiben und Kunden bei Investitionen zögern lassen. Für 2026 prognostiziert Bechtle daher einen Rückgang der Vorsteuermarge auf höchstens fünf Prozent.
Die Unternehmensführung wird bis Mitte des Jahres die Entwicklungen in der Lieferkette und die Auswirkungen auf die Rentabilität prüfen. Trotz des Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr schlägt der Vorstand vor, die Dividende stabil bei 0,70 Euro pro Aktie zu halten.
Auch in der Führungsetage gibt es Veränderungen: Nach 17 Jahren verlässt Vorstandschef Thomas Olemotz das Unternehmen, sein Nachfolger wird Konstantin Ebert. Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus, wodurch sich der Vorstand von vier auf drei Mitglieder verringert. Das neue Team will interne Prozesse beschleunigen, um die langfristigen Wachstumsziele zu erreichen.
Obwohl sich die Bechtle-Aktie seit ihrem Tiefstand 2023 erholt hat, bleiben Unsicherheiten bei der Chipversorgung und den Kosten bestehen. Die neu formierte Führung wird nun daran arbeiten, die Geschäfte zu stabilisieren und das Umsatzziel für 2030 voranzutreiben. Eine klarere finanzielle Perspektive wird bis Mitte 2026 erwartet.






