10 April 2026, 12:19

Betriebliche Altersvorsorge: Warum sie oft teurer wird als gedacht

Blauer Hintergrund mit einem zentralen Gebäude und dem Text "Unter Bidenomics liegt die Arbeitslosenquote seit 21 Monaten durchgehend unter 4%. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

Betriebliche Altersvorsorge: Warum sie oft teurer wird als gedacht

Rund 19,49 Millionen Menschen in Deutschland besitzen derzeit eine betriebliche Altersvorsorge. Diese Modelle bieten zwar langfristige Sparmöglichkeiten, sind jedoch mit strengen Regeln und finanziellen Abstrichen verbunden. Arbeitnehmer stoßen oft auf unerwartete Kosten und Einschränkungen, wenn sie sich im Ruhestand auf diese Einkommensquelle verlassen.

Eine betriebliche Altersvorsorge wird durch Gehaltsumwandlung finanziert – ein Teil des Lohns fließt direkt in den Vertrag. Anders als bei privaten Investitionen in breit gestreute ETF-Sparpläne haben Versicherte keinen Einfluss darauf, wie das Geld angelegt wird. Zudem ist der Vertrag bindend: Eine Kündigung, ein Verkauf oder eine vorzeitige Auszahlung sind nur in Ausnahmefällen möglich.

Ein Arbeitgeberwechsel kann zusätzliche Probleme mit sich bringen. Werden die Ansprüche nicht nahtlos übertragen, drohen Gebühren oder der Verlust von Arbeitgeberzuschüssen. Langfristig kann sich daduch der Wert der Altersvorsorge verringern.

Auch die gesetzliche Rente wird beeinflusst: Wer beispielsweise 30 Jahre lang monatlich 180 Euro umwandelt, muss später mit einer Kürzung der staatlichen Rente von etwa 40 Euro pro Monat rechnen. Hinzu kommt, dass die Auszahlungen im Ruhestand voll mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden.

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Krankenversicherungsbeiträge. Rentner müssen sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil für Kranken- und Pflegeversicherung selbst tragen. Seit 2020 gibt es jedoch einen steuerfreien Zuschuss für die Krankenversicherung auf betriebliche Renten, der bis 2026 auf 197,75 Euro monatlich ansteigt.

Fazit: Die betriebliche Altersvorsorge bietet eine strukturierte Möglichkeit, für den Ruhestand vorzusorgen – doch sie hat ihre Tücken. Geringere gesetzliche Rentenansprüche, steuerpflichtige Auszahlungen und Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung schmälern die Netto-Leistung. Arbeitnehmer sollten diese Faktoren sorgfältig abwägen, bevor sie sich langfristig auf eine Gehaltsumwandlung festlegen.

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