Bieterkampf um VW-Tochter Everllence erreicht entscheidende Phase
Der Bieterwettstreit um den Volkswagen-Schiffsmotorenhersteller Everllence nähert sich dem Ende. Die Sparte, die auf etwa 8,5 Milliarden Euro geschätzt wird, hat großes Interesse bei führenden Private-Equity-Firmen geweckt. Volkswagen plant, 51 Prozent des Geschäfts zu veräußern.
Die potenziellen Käufer präsentieren derzeit ihre Angebote der Volkswagen-Führung. Heute, Freitag, finden zudem Gespräche mit Betriebsratsvertretern statt. Die finalen Gebote werden in der ersten Juliwoche erwartet – kurz nach der Hauptversammlung des Konzerns am 18. Juni.
EQT führt ein Konsortium an, dem Porsche SE und Katar angehören – beides bedeutende Volkswagen-Investoren. Auch CVC und Bain buhlen um die Mehrheitsbeteiligung. Die Abstimmung im Aufsichtsrat wird maßgeblich von diesen Angeboten geprägt.
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, werden sechs Aufsichtsratsmitglieder, die Verbindungen zu EQT, Porsche SE und Katar haben, bei der Abstimmung nicht mitwirken. Volkswagen strebt an, den Verkauf bis zum 20. Juli abzuschließen, wenn die betrieblichen Sommerferien beginnen.
Die Entscheidung über die Zukunft von Everllence steht unmittelbar bevor. Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung wird eine bedeutende Weichenstellung für die Volkswagen-Geschäfte darstellen. Das Ergebnis hängt von den finalen Geboten und der Zustimmung des Aufsichtsrats ab.






