Bildungsreformen in Berlin und Niedersachsen lösen heftige Debatten aus
Bildungsreformen in Berlin und Niedersachsen lösen heftige Debatten aus
Zwei deutsche Bundesländer stehen wegen aktueller Änderungen an den Schulcurricula in der Kritik. In Niedersachsen fällt das schriftliche Dividieren ab 2026 im Mathematikunterricht der Grundschulen weg. Gleichzeitig führen Berlins Gymnasien vereinfachte Fassungen klassischer Literatur ein, um leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern den Zugang zu erleichtern. Beide Reformen stoßen bei Lehrkräften und Politikerinnen und Politikern auf Widerstand.
Die Entscheidungen gehen auf die Bildungsbehörden in Hannover und Berlin zurück, doch eine konkrete politische Verantwortung für die Umstellungen wurde bisher nicht benannt.
In Niedersachsen bestätigte das Kultusministerium, dass das schriftliche Dividieren ab dem Schuljahr 2026/27 nicht mehr im Grundschulunterricht vermittelt wird. Stattdessen sollen die Kinder halbschriftliche Rechenverfahren erlernen. Stefan Düll, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbands, warnte, dass der Verzicht auf bewährte Methoden die Schülerinnen und Schüler unvorbereitet auf die weiterführenden Schulen lassen könnte. Er betonte, dass die Beherrschung verschiedener Lösungsansätze weiterhin entscheidend für den späteren schulischen Erfolg sei.
Auch aus der Politik kommt Kritik. Sebastian Lechner, Fraktionschef der CDU im Landtag, warf der Landesregierung vor, die Standards abzusenken und damit die Zukunft der Kinder zu gefährden. Lehrergewerkschaften schließen sich dem Protest an und argumentieren, dass die Reform die mathematischen Grundkompetenzen schwäche.
In Berlin setzen die Schulen auf vereinfachte Ausgaben von Werken Goethes, Schillers und Lessings, um sie leichter verständlich zu machen. Orçun Ilter, Landesschülervertreter, verwies darauf, dass viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit Originaltexten wie dem Faust nur schwer zurechtkämen. Christiane Sauerbaum-Thieme, eine führende Bildungsreferentin, bezeichnete die Verwendung vereinfachter Sprachfassungen jedoch als "letzte Lösung" und verwies auf einen generellen Wandel hin zu interpretierenden Lehrmethoden.
Gegner der Reformen befürchten, dass durch solche Anpassungen der literarische Wert der Klassiker verloren gehe. Kritiker monieren, dass eine Vereinfachung der Texte den akademischen Anspruch der gymnasialen Bildung verrate. Die Debatte spiegelt eine grundsätzliche Diskussion wider: Wie lassen sich Zugänglichkeit und anspruchsvolle Wissensvermittlung in deutschen Schulen in Einklang bringen?
Die Reformen in Niedersachsen und Berlin treten in den nächsten zwei Jahren in Kraft. Grundschulkinder werden dann kein schriftliches Dividieren mehr lernen, während Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf vereinfachte Versionen der Literaturklassiker treffen. Beide Veränderungen haben eine Kontroverse ausgelöst: Erleichtern geringere Anforderungen den Lernenden den Weg – oder benachteiligen sie sie am Ende?
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