20 March 2026, 18:17

Braunschweig kämpft vergeblich gegen illegales Gehwegparken trotz Strafen und Kontrollen

Eine belebte Straße in Berlin mit zahlreichen geparkten Taxis, Fußgängern auf dem Gehweg, gesäumt von Laternenmasten und Bäumen, Gebäuden im Hintergrund, einem fernen Bogen mit Statuen und Turm und einem bewölkten Himmel.

Braunschweig kämpft vergeblich gegen illegales Gehwegparken trotz Strafen und Kontrollen

Illegales Parken auf Gehwegen bleibt in Braunschweig ein hartnäckiges Problem – trotz bestehender Vorschriften. Zwar hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren Gegenmaßnahmen ergriffen, doch einige Anwohner fordern nachdrücklich mehr Engagement. Die aktuellen Regeln schreiben vor, dass Gehwege eine Mindestbreite von 1,80 Metern aufweisen müssen, um die sichere Bewegung von Fußgängern zu gewährleisten. Dennoch kommt es immer wieder zu Verstößen.

Nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist das Parken oder Halten auf Gehwegen grundsätzlich verboten, sofern keine explizite Markierung als erlaubte Parkfläche besteht. Dennoch häufen sich in Braunschweig weiterhin illegale Fälle. Besonders auf Straßen wie der Karl-Marx-Straße parken Fahrzeuge oft halb auf dem Bürgersteig, sodass der Gehweg über weite Strecken eingeengt wird. Ähnliche Probleme zeigen sich an der Georg-Westermann-Allee und am Wilhelmitorwall, wo Autos im rechten Winkel auf den Gehweg ragen.

Die städtische Ordnungsbehörde hat in den Jahren 2024 und 2025 jeweils rund 5.000 Verstöße gegen das Parken auf Gehwegen geahndet. Für 2023 liegen jedoch keine öffentlich zugänglichen Daten vor, was eine vollständige Einschätzung des Ausmaßes erschwert. Die Verwaltung lehnt physische Absperrungen wie Pollern oder Betonborde ab – mit Verweis auf mögliche Sicherheitsrisiken und Behinderungen für die Barrierefreiheit.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei neueren Straßenplanungen setzen die Verantwortlichen auf verbreiterte Gehwege mit einem sogenannten "Überstandsstreifen". Diese Lösung ermöglicht schräges oder senkrechtes Parken, ohne den Fußgängerbereich komplett zu blockieren. Dennoch betont die Stadt, es gebe keinen Bedarf für eine umfassendere Strategie – schließlich lägen kaum flächendeckende Beschwerden vor.

Bisher setzt Braunschweig auf Kontrollen und gezielte Umgestaltungen. Ohne physische Barrieren oder schärfere Maßnahmen hält sich das Problem des illegalen Gehwegparkens jedoch in bestimmten Vierteln hartnäckig. Die Verwaltung bleibt dabei: Die bestehenden Strafen und baulichen Anpassungen reichen aus, um die Situation in den Griff zu bekommen.

Quelle