26 June 2026, 10:13

Bundesregierung weicht Fragen zu Millionenausgaben für PR-Berater aus

Deutsche Regierung verweigert Offenlegung der Kosten für PR-Berater

Bundesregierung weicht Fragen zu Millionenausgaben für PR-Berater aus

Die deutsche Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie Fragen zu ihren Ausgaben für externe Kommunikationsberater ausweicht. Der linke Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch forderte eine detaillierte Aufstellung, wie viel die Ministerien und die Bundeskanzlei für Krisenkommunikation, Imageberatung und strategische Dienstleistungen ausgeben.

Bartsch drängte auf Transparenz bei diesen Kosten. Er nannte zwei mögliche Gründe für die Zurückhaltung der Regierung: Entweder sei das Volumen der Verträge und Ausgaben so groß, dass es sich nicht innerhalb einer Woche zusammenstellen lasse – oder die Ampelkoalition wolle gezielt negative Schlagzeilen vermeiden.

Staatssekretär im Finanzministerium Dennis Rohde (SPD) antwortete auf die Anfrage. Die Regierung erklärte, es sei „unmöglich“, die geforderten Informationen binnen sieben Tagen zu beschaffen. Bartsch bezeichnete diese Antwort als Beleidigung für Parlament und Steuerzahler.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bereits bis zu 2,2 Millionen Euro jährlich für solche Dienstleistungen eingeplant. Bartsch deutete an, die Regierung könnte soziale Kürzungen verschleiern, während sie gleichzeitig Gelder an Berater umleite, um unpopuläre Maßnahmen neu zu verpacken.

Die Weigerung der Regierung, die Daten offenzulegen, hat scharfe Kritik ausgelöst. Der Streit wirft Fragen zur Transparenz und zur Verwendung öffentlicher Mittel für externe Beratung auf. Bisher liegen keine weiteren Angaben zu den Gesamtausgaben der anderen Ministerien vor.

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