25 April 2026, 02:20

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Kehrtwende gegen AfD-Druck

Eine Black-Lives-Matter-Aktivistin spricht in ein Mikrofon auf einem Podium und wendet sich an eine Menge mit Schildern.

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Kehrtwende gegen AfD-Druck

Der CDU-Politiker Philipp Amthor fordert seine Partei auf, sich stärker für Gleichberechtigung einzusetzen. Er warnte davor, feministische Themen der Linken zu überlassen, und verlangte eine klare Abgrenzung von den Positionen der rechtsextremen AfD. Seine Äußerungen markieren eine Kehrtwende, stand er doch bisher vielen zentralen feministischen Forderungen skeptisch gegenüber.

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Amthor betont nun die Notwendigkeit, errungene Fortschritte in der Gleichstellung zu verteidigen – insbesondere gegen die Angriffe der AfD. Der Rechtspopulisten wirft er vor, biologistische Determinismus-Theorien zu verbreiten, starre Geschlechterrollen zu propagieren und ein überholtes Frauenbild zu pflegen, das Frauen als minderwertig darstelle. Seiner Meinung nach müssten Männer diese Haltungen aktiv infrage stellen, und die CDU solle hier eine unmissverständliche Position beziehen.

Bisher hatte sich Amthor jedoch gegen feministische Forderungen ausgesprochen: So unterstützte er die Beibehaltung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots sowie das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche. Auch lehnte er einen Vorstoß ab, der eine paritätische Besetzung von Parteilisten vorschrieb, um den Frauenanteil im Parlament zu erhöhen. Zudem sprach er sich 2023 für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden aus.

Nun argumentiert Amthor, Frauen würden ungleich behandelt und oft nach ihrem Äußeren statt nach ihren Argumenten beurteilt. Der Erhalt sozialer Errungenschaften in der Gleichstellung sei entscheidend für die zukünftige Ausrichtung der CDU, so der Politiker.

Sein Appell zeigt zwar einen Tonwechsel, folgt aber auf Jahre der Ablehnung feministischen Forderungen. Im Mittelpunkt steht nun der Widerstand gegen rechtsextremen Einfluss und die Sicherung der CDU als Akteurin in der Gleichstellungsdebatte. Wie die Partei auf seinen Vorstoß reagieren wird, bleibt abzuwarten.

Quelle