CDU-Politiker fordert Kürzungen bei medizinischer Versorgung für Bürgergeld-Empfänger
Admin UserCDU-Politiker fordert Kürzungen bei medizinischer Versorgung für Bürgergeld-Empfänger
Ein führender CDU-Politiker hat strengere Regeln für den Zugang zu medizinischer Versorgung für Empfänger von Bürgergeld (Arbeitslosengeld) vorgeschlagen. Yannick Bury, der haushaltspolitische Sprecher der Partei, will die Leistungen für Bezieher einschränken, die vor der Beantragung von Unterstützung nicht erwerbstätig waren. Seine Äußerungen sind Teil eines breiteren Aufrufs zu Einsparungen im Sozialsystem.
Bury argumentierte, das aktuelle System belaste die Steuerzahler unzumutbar. Nach den geltenden Bestimmungen werden die Gesundheitskosten für Grundsicherungsempfänger vollständig von den versicherungspflichtig Beschäftigten getragen. Diese Regelung nannte er „nicht zu rechtfertigen“ und warnte, sie sei auf Dauer nicht haltbar.
Sein Vorschlag sieht die Wiedereinführung eines Modells aus dem früheren Sozialhilfesystem vor. Damals erhielten Personen, die vor dem Bezug von Leistungen erwerbstätig gewesen waren, einen umfassenderen Krankenversicherungsschutz, während andere bei bestimmten Behandlungen oder Leistungen Einschränkungen hinnehmen mussten. Bury betonte, dass eine bloße Kostenverschiebung innerhalb des Systems die grundlegenden finanziellen Herausforderungen nicht löse.
Der CDU-Sprecher forderte die Regierungskoalition auf, diese Änderungen als Maßnahme zur Ausgabenreduzierung zu prüfen. Er stellte die Debatte als notwendig dar, um die langfristige Tragfähigkeit des Sozialsystems zu sichern.
Der Vorstoß würde eine Rückkehr zu einem zweigliedrigen Gesundheitssystem für Leistungsbezieher bedeuten. Sollte er umgesetzt werden, könnten zwar Kosten gespart werden, gleichzeitig würde jedoch der Zugang zu medizinischer Versorgung für manche Arbeitslose eingeschränkt. Burys Vorschlag steht nun zur Diskussion in der Koalitionsregierung.






