10 April 2026, 20:16

Condors Überlebenskampf: Warum die Airline seit 2019 am Tropf des Staates hängt

Plakat für eine Luftschau in München am 25. August 1935, das ein fliegendes Flugzeug mit anderen Flugzeugen im Hintergrund zeigt.

Condors Überlebenskampf: Warum die Airline seit 2019 am Tropf des Staates hängt

Condors finanzielle Probleme reichen bis zum Kollaps von Thomas Cook 2019 zurück. Die deutsche Fluggesellschaft verlor ihre liquiden Mittel, als diese in einen gemeinsamen Liquiditätspool des insolventen Reiseveranstalters flossen. Seither sprang die Bundesregierung mehrfach ein, um das Unternehmen über Wasser zu halten.

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Eine neue Folge des Podcasts "Gedankenflüge" analysiert nun die komplexen Finanzkonstruktionen hinter Condors Überlebenskampf – darunter Senior- und Junior-Tranchen sowie einen Earn-out-Mechanismus. Doch die Lage bleibt ungewiss: Bis Ende September 2024 ist kein Käufer in Sicht.

Der Absturz der Airline begann 2019 mit der Pleite von Thomas Cook. Condors Gelder verschwanden im Liquiditätspool des gescheiterten Konzerns und ließen die Fluggesellschaft mittellos zurück. Die deutsche Regierung reagierte mit einem 550-Millionen-Euro-Kredit der staatlichen Förderbank KfW.

Es folgte ein Sanierungsplan mit dem britischen Investmentunternehmen Attestor, das Condor erwerben und später weiterverkaufen sollte. Doch die Konstruktion selbst warf Fragen auf – und mit ihr Zweifel an der langfristigen Stabilität.

2020 stand die polnische Staatsholding PGL, Mutterkonzern von LOT, kurz vor einer Übernahme. Doch die Transaktion platzte in letzter Minute, weil die Corona-Pandemie die Finanzlage unkalkulierbar machte. Die Bundesregierung sah sich gezwungen, ein weiteres 550-Millionen-Euro-Rettungspaket zu schnüren.

Die aktuelle Folge von "Gedankenflüge" beleuchtet diese Finanzmanöver im Detail: Wie Senior- und Junior-Tranchen eingesetzt wurden, wie der Earn-out-Mechanismus künftige Leistungen belohnen soll – und warum dies der erste vertiefte Beitrag einer neuen Serie ist, die möglicherweise ein eigenes Format erhält.

Condor steht nun vor einer entscheidenden Frist: Am 30. September 2026 muss die Airline mit der Regierung, ihrem Investor und der eigenen belasteten Vergangenheit abrechnen. Trotz mehrfacher Rettungsversuche fehlt bis heute ein dauerhafter Käufer. Die Zukunft der Fluggesellschaft hängt davon ab, ob es gelingt, die strukturellen Probleme des aktuellen Deals zu lösen und die Verpflichtungen bis 2026 zu erfüllen. Bis dahin bleibt ihr Überleben von staatlicher Unterstützung und unsicheren Marktbedingungen abhängig.

Quelle