CSD Dresden: Warum ein Video jetzt für Verwirrung über Besucherzahlen sorgt
Admin UserCSD Dresden: Warum ein Video jetzt für Verwirrung über Besucherzahlen sorgt
Ein online geteiltes Video hat Fragen zu den Teilnehmerzahlen bei den Dresdner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten (CSD) aufgeworfen. Die Aufnahmen zeigen einen kleinen Paradewagen mit nur wenigen Teilnehmenden – weit entfernt von der in sozialen Medien kursierenden Zahl von 250.000 Besuchern. Stadt und Polizei haben inzwischen ihre eigenen Schätzungen präzisiert.
Die CSD-Veranstaltungen in Dresden erstreckten sich über drei Tage, wobei die Hauptkundgebung für Samstag, den 6. Juni, angesetzt war. Die diesjährige Parade umfasste am Altmarkt mehr Wagen und Teilnehmende als in den Vorjahren. Ein Video vom Abend des 5. Juni zeigt jedoch nur einen einzigen Wagen und eine Handvoll Menschen, die den Platz betreten.
Die kürzeren Demonstrationen am 4. und 5. Juni waren kurzfristig angemeldet worden. Dies folgte auf einen Rechtsstreit mit der sächsischen Landesdirektion. Unterdessen entschied das Sächsische Oberverwaltungsgericht, dass der gesamte Dresdner CSD als Versammlung zu werten sei, und betonte damit die Versammlungsfreiheit.
Weder die Stadt Dresden noch ein Medienhaus hatten von 250.000 Teilnehmenden berichtet. Polizei und Veranstalter nannten deutlich niedrigere Zahlen. Das fragliche Video zeigt nicht die Hauptveranstaltung am 6. Juni, zu der laut offiziellen Angaben Tausende kamen.
Das Video gibt nicht das Ausmaß der Hauptparade wider. Behörden bestätigten, dass die Zahl von 250.000 weder von der Stadt noch von der Polizei genannt wurde. Die Diskrepanz unterstreicht, wie wichtig es ist, Teilnehmerangaben mit seriösen Quellen zu überprüfen.






