21 March 2026, 20:17

Der "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Ein detaillierter historischer Stadtplan von Potsdam, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text oben und unten auf dem Papier zeigt.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Am 21. März 1933 wurde ein Händedruck zwischen Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg zu einem bleibenden Symbol des Wandels. Der Moment ereignete sich in der Garnisonkirche zu Potsdam und markierte einen Wendepunkt der deutschen Geschichte. Dieses Ereignis, heute als "Tag von Potsdam" bekannt, gilt weithin als Geburtsstunde des Dritten Reiches.

Der "Tag von Potsdam" war eine sorgfältig inszenierte Zeremonie vor der Garnisonkirche. Hitler, der kurz zuvor zum Reichskanzler ernannt worden war, traf dort auf Hindenburg, den gealterten Kriegshelden und Reichspräsidenten. Ihr öffentlicher Händedruck sollte die Einheit zwischen der alten konservativen Elite und der aufstrebenden NS-Bewegung symbolisieren.

Die Kirche selbst spielte eine zentrale Rolle in der Symbolik dieses Tages. Ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut, stand sie als Denkmal der preußischen Militärtradition. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieben die Ruinen bis in die 1990er Jahre erhalten. Pläne für einen Wiederaufbau gewannen erst zwischen 2017 und 2023 an Fahrt und lösten Debatten über ihre historischen Bezüge aus.

Heute wird der 21. März jährlich mit einer Gedenkveranstaltung in der Kirche begangen. Das Datum gilt als entscheidender Moment im Untergang der Weimarer Republik und der Machtkonsolidierung der Nationalsozialisten. Kritiker argumentieren, dass ein Wiederaufbau der Kirche die Gefahr birgt, einen Ort zu verherrlichen, der eng mit der frühen Propaganda des Regimes verbunden ist.

Die Garnisonkirche bleibt ein umstrittenes Wahrzeichen, verknüpft mit dem "Tag von Potsdam" und dem Übergang von der Demokratie in die Diktatur. Die jährlichen Gedenkfeiern dienen heute als Mahnung an die Ereignisse, die Deutschland 1933 prägten. Die teilweise Rekonstruktion des Bauwerks wirft weiterhin Fragen auf, wie Geschichte bewahrt und erinnert werden soll.

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