23 April 2026, 22:20

Deutsche Bahn verliert Vertrauen: Immer mehr Passagiere steigen auf das Auto um

Lange Reihe von Taxis entlang einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, mit Fahrradfahrern und Fußgängern auf dem Gehweg, flankiert von Laternen und Bäumen und Gebäuden, einem Bogen und einem Turm im bewölkten Hintergrund.

Deutsche Bahn verliert Vertrauen: Immer mehr Passagiere steigen auf das Auto um

Eine neue Umfrage offenbart wachsende Frustration mit den deutschen Bahnservices. Mehr als ein Drittel der Befragten meidet mittlerweile aktiv Zugreisen – Grund sind häufige Verspätungen und Störungen. Trotz Bemühungen, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, bevorzugen viele weiterhin das Auto.

Laut der Erhebung versuchen 35 Prozent der Deutschen, Züge wann immer möglich zu umgehen. Die chronischen Pünktlichkeitsprobleme haben Bahnfahrten für viele unberechenbar gemacht. In der Folge buchen 26 Prozent keine wichtigen Termine mehr an Tagen, an denen sie mit dem Zug unterwegs sein müssen.

Um Verspätungen auszugleichen, planen 28 Prozent der Befragten bei Zugreisen extra Pufferzeit ein. Weitere 26 Prozent verzichten vor bedeutenden Veranstaltungen ganz auf die Bahn – aus Angst, zu spät zu kommen. Diese Sorgen treiben immer mehr Menschen in Richtung Privatwagen, der für 76 Prozent der Umfrageteilnehmer nach wie vor die erste Wahl bleibt.

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Für die nächsten fünf Jahre sehen nur 16 Prozent die Bahn als ihr bevorzugtes Verkehrsmittel. Dennoch unterstützen zwei Drittel der Befragten Pläne für kostenlosen Nahverkehr sowie dichtere Taktungen bei Bussen und Zügen. Die Deutsche Bahn widerspricht indes den Ergebnissen und betont, die Nachfrage nach Zugreisen sei nicht zurückgegangen.

Die Umfrage zeigt eine tiefe Unzufriedenheit mit dem deutschen Schienennetz. Viele setzen inzwischen auf das Auto oder passen ihre Pläne an, um Verspätungen zu entgehen. Zwar gibt es Unterstützung für einen besseren ÖPNV – doch das Vertrauen in das bestehende System bleibt gering.

Quelle