11 May 2026, 02:19

Deutsche gespalten: Soll die Bundeswehr in die Straße von Hormus?

Schwarze und weiße Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Deutsche gespalten: Soll die Bundeswehr in die Straße von Hormus?

Eine neue Umfrage zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der Deutschen für einen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus sind. Sollte die Mission genehmigt werden, wären 45 Soldaten und ein bereits im Mittelmeer stationierter Minenjäger beteiligt. Doch die Meinungen bleiben politisch wie regional tief gespalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die von Forsa durchgeführte Erhebung, für die zwischen dem 7. und 8. Mai 2026 1.009 Personen befragt wurden, ergab, dass 51 Prozent den Einsatz befürworten. 44 Prozent lehnten die Idee ab, während 5 Prozent unentschieden waren. Die Zustimmung unterschied sich dabei deutlich zwischen Ost- und Westdeutschland: Im Westen sprachen sich 52 Prozent für die Mission aus, im Osten lehnten sie 53 Prozent ab.

Die politische Ausrichtung spielte eine zentrale Rolle bei der Meinungsbildung. Wähler der Grünen zeigten mit 77 Prozent die höchste Zustimmung. Demgegenüber sprachen sich 73 Prozent der Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) gegen eine Beteiligung aus.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat klare Bedingungen für eine deutsche Teilnahme formuliert. Dazu gehören ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, ein tragfähiges militärisches Konzept sowie die Zustimmung des Bundestags. Die Marine hat bereits den Minenjäger Fulda im Mittelmeer positioniert, der bei einer Freigabe der Mission umgruppiert werden könnte. An dem Einsatz wären 45 Spezialkräfte beteiligt, darunter Minentaucher.

Die Umfrage unterstreicht, wie zersplittert die Haltung der Bevölkerung zu einem militärischen Engagement in der Straße von Hormus ist. Sollte die Mission bewilligt werden, würde sie auf bestehenden Marinekapazitäten und einem kleinen Expertenteam aufbauen. Die endgültige Entscheidung hängt nun von den diplomatischen Entwicklungen und einer Abstimmung im Bundestag ab.

Quelle