DGB warnt vor Abbau von Arbeitnehmerschutz durch geplante Reformen
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die von CDU/CSU und SPD vorgeschlagenen Arbeitsmarktreformen scharf kritisiert. In einem Entwurfsbeschluss warnt die Organisation, dass zentrale Arbeitnehmerschutzrechte durch umstrittene Maßnahmen bedroht seien, die weiterhin heftig diskutiert werden.
Die DGB-Resolution richtet sich gegen Pläne, den Kündigungsschutz zu schwächen und Ansprüche auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Zudem lehnt der Verband Kürzungen im gesetzlichen Rentensystem ab und weist Forderungen nach Sparpolitik entschieden zurück. Die Gewerkschaftsführer argumentieren, dass Unternehmen die Lasten auf die Beschäftigten abwälzten, während sie eigene Verantwortung umgingen.
Besorgnis äußert der Gewerkschaftsbund auch über Bestrebungen, den Acht-Stunden-Tag zurückzudrängen und gesetzliche Feiertage abzuschaffen. Ein weiteres großes Problem sei der wachsende Druck auf Arbeitnehmer, selbst im Krankheitsfall zur Arbeit zu erscheinen – insbesondere unter den Regeln des teilweisen Krankengeldbezugs. Laut DGB fehle den Vorschlägen eine breite gesellschaftliche Zustimmung; sie gefährdeten die Stabilität der Arbeitsstandards.
In dem Papier wirft der Verband der Bundesregierung zudem vor, durch interne Streitigkeiten handlungsunfähig zu sein. Statt einer einheitlichen Linie führe das Gezerre dazu, dass Beschäftigte in Unsicherheit über ihre Rechte und Arbeitsbedingungen zurückgelassen würden.
Die Haltung des DGB unterstreicht die tiefen Gräben in der Debatte um die Arbeitsmarktreformen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten Schutzregelungen zu Arbeitszeiten, Krankengeld und Kündigungssicherheit ausgehöhlt werden. Der Widerstand der Gewerkschaften deutet auf mögliche Konflikte mit der Politik in den kommenden Monaten hin.






