30 March 2026, 22:19

Die Linke attackiert Reformpläne der Krankenversicherung als "Sparpaket gegen Geringverdiener"

Blauer Plakat mit der Aufschrift "Gesetz zur Gesundheitsversorgung durch Zahlen: 14,5 Millionen Menschen haben sich für den Versicherungsschutz angemeldet" mit begleitenden Bildern und Text.

Die Linke attackiert Reformpläne der Krankenversicherung als "Sparpaket gegen Geringverdiener"

Die Linke hat die Pläne zur Reform des deutschen gesetzlichen Krankenversicherungssystems scharf kritisiert. Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Partei im Bundestag, bezeichnete die Vorschläge als ein "Sparpaket zu Lasten der Versicherten". Er argumentierte, die aktuellen Reformen belasteten vor allem normale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, während Wohlhabende verschont blieben.

Die Kritik folgt auf Empfehlungen einer Expertenkommission, die mit der Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beauftragt war. Ihre 66 Vorschläge zielen darauf ab, die wachsende Finanzierungslücke zu schließen, sehen jedoch keine neuen Abgaben auf Vermögen vor. Auch Steuern auf Immobilien, Kapitalerträge oder andere Vermögenswerte wurden nicht vorgeschlagen.

Pellmann wies auf die aus seiner Sicht bestehende Ungerechtigkeit im aktuellen System hin. Gutverdiener zahlten einen geringeren Anteil ihres Einkommens in die Krankenversicherung ein als Durchschnittsverdiener, betonte er. Zudem trügen Vermieter und Großinvestoren überhaupt nichts bei.

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Die Linke setzt sich für einen anderen Ansatz ein. Die Finanzierung solle auf eine "solide Basis" gestellt werden, indem die Reichsten stärker zur Kasse gebeten werden. Ihre Forderung lautet: "Wer die breitesten Schultern hat, muss endlich einen fairen Beitrag leisten."

Der Bericht der Expertenkommission enthält keine neuen Vermögens- oder Kapitalsteuern. Die Reaktion der Linken deutet auf eine grundsätzliche Debatte hin, wie das deutsche Gesundheitssystem gerecht finanziert werden kann. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Kosten stärker auf Besserverdiener und Immobilienbesitzer zu verlagern.

Quelle