Drei Tage Stillstand: Warnstreiks legen Nahverkehr in Hannover und Göttingen lahm
Admin UserDrei Tage Stillstand: Warnstreiks legen Nahverkehr in Hannover und Göttingen lahm
Warnstreiks im Nahverkehr: Hannover und Göttingen drei Tage lang betroffen
Beschäftigte im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Hannover und Göttingen werden in den kommenden drei Tagen zu Warnstreiks aufrufen. Die von der Gewerkschaft ver.di organisierte Aktion folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen. In beiden Städten müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen bei Bussen und Bahnen einstellen.
In Göttingen beginnen die Streiks am Sonntag, den 19. Mai, mit der Bildung von Streikposten ab 4:30 Uhr. Mitarbeiter der Göttinger Verkehrsbetriebe legen für zwei volle Tage die Arbeit nieder. Für den ersten Streiktag ist zudem eine Kundgebung um 9:30 Uhr geplant. Auch die Belegschaft von RegioBus beteiligt sich an beiden Tagen an den Arbeitsniederlegungen.
In Hannover streiken die Beschäftigten der Üstra am Montag, den 20. Mai, und Dienstag, den 21. Mai. Eine Demonstration ist für Montag, 10:30 Uhr, angesetzt; am Folgetag versammeln sich die Streikenden am Betriebshof Glocksee. Stefanie Weiß, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di in Niedersachsen-Bremen, kritisierte die Arbeitgeber scharf, weil diese sich weigerten, „ernsthafte Kompromissvorschläge“ zu unterbreiten.
Die nächste Verhandlungsrunde ist erst für den 1. Juni terminiert – bis dahin müssen Pendler mit chaotischen Verkehrsverhältnissen rechnen. Die Streiks werden den Nahverkehr in beiden Städten komplett lahmlegen und damit Zehntausende Fahrgäste im Alltag treffen. Sollten die Gespräche weiter ergebnislos bleiben, drohen weitere Ausfälle. Mit der Warnaktion will die Gewerkschaft vor der nächsten Runde Druck auf die Arbeitgeber ausüben.






