Düsseldorf streicht Opern-Neubau – und setzt auf Sanierung des Bestands
Admin UserDüsseldorf streicht Opern-Neubau – und setzt auf Sanierung des Bestands
Düsseldorfs Pläne für ein neues Opernhaus sind aus finanziellen Gründen gescheitert. Oberbürgermeister Stephan Keller gab die Absage bekannt und begründete sie mit einem nicht mehr tragbaren Haushalt. Die Entscheidung löste gemischte Reaktionen bei politischen Parteien und Kultureinrichtungen aus.
Das ursprüngliche Projekt war mit einer Kostenobergrenze von einer Milliarde Euro veranschlagt worden, doch steigende Ausgaben machten es undurchführbar. Angesichts der Notwendigkeit, die Stadtausgaben um rund 470 Millionen Euro zu kürzen, kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss, dass der Neubau nicht weiterverfolgt werden könne. Stattdessen kündigte Keller an, das bestehende Deutsche Oper am Rhein an der Heinrich-Heine-Allee zu sanieren.
Die Ankündigung traf die Opernleitung unerwartet. Die Opposition reagierte umgehend: Die FDP bezeichnete die Absage als verpasste Chance für die Düsseldorfer Kulturszene. SPD und Volt machten schlechte Haushaltsführung für das Scheitern verantwortlich.
Die Linke hingegen lobte den Schritt als Sieg für soziale Prioritäten. Die Mittel sollten ihrer Meinung nach in Wohnungsbau, Bildung und Soziales fließen – und nicht in ein teures Bauprojekt.
Die Streichung des Neubaus hinterlässt Düsseldorf mit einem veralteten Opernhaus, das dringend modernisiert werden muss. Nun rücken die Sanierungspläne in den Fokus, doch Zeitplan und Budget stehen noch nicht fest. Die Debatte über Kulturförderung versus Haushaltskonsolidierung wird die Stadt wohl noch Monate beschäftigen.






