Ein Jahr und sechs Monate Haft für brutalen Angriff auf Wahlhelfer
Ein Gericht hat Felix S. wegen eines gewalttätigen Angriffs auf Wahlhelfer zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Bei dem Vorfall kam es zu Körperverletzung, Sachbeschädigung und dem Zeigen verbotener Symbole. Der Richter betonte, dass Gewalt in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz habe.
Felix S. hatte die Tat unter starkem Alkoholeinfluss begangen. Er riss ein Wahlplakat herunter und zeigte den Hitlergruß. Während des Angriffs schlug er einen Helfer so schwer, dass das Opfer lebensbedrohliche Verletzungen erlitt und notoperiert werden musste.
Das Gericht wies auf eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber politischen Gegnern hin. In den letzten Monaten habe es vermehrt Angriffe auf Wahlhelfer gegeben. Felix S. behauptete, er habe sich aus der Fußballszene zurückgezogen und nehme an einem Ausstiegsprogramm für Extremisten teil.
Er weigerte sich, Aussagen zu seinen Social-Media-Beiträgen oder Tattoos zu machen – darunter ein Spruch aus der NS-Zeit auf seinem Arm. Das Urteil verurteilte jegliche Form politischer Gewalt und soll eine klare Warnung an mögliche Nachahmer senden.
Die Strafe umfasst schwere Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. Das Gericht unterstrich, dass politische Debatten gewaltfrei geführt werden müssten. Mit dem Urteil soll die Einschüchterung von Wahlhelfern und politischen Aktivisten künftig verhindert werden.
