EU-Vorgaben für emissionsfreie Flotten: Sixt warnt vor Kostenexplosion und China-Abhängigkeit
Admin UserEU-Vorgaben für emissionsfreie Flotten: Sixt warnt vor Kostenexplosion und China-Abhängigkeit
Die EU treibt strenge neue Vorschriften voran, um den Anteil emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge in gewerblichen Flotten zu erhöhen. Bis 2030 muss Deutschland sicherstellen, dass 83 Prozent dieser Fahrzeuge die Standards erfüllen – bis 2035 steigt die Quote auf 95 Prozent. Doch der Autovermieter Sixt warnt, dass der Plan die Kosten in die Höhe treiben und erhebliche praktische Hindernisse schaffen könnte.
Die Europäische Kommission hatte das sogenannte Automotive Package erstmals Ende 2025 vorgeschlagen. Seitdem laufen die Verhandlungen, wobei das EU-Parlament am 17. März 2026 CO₂-Gutschriften für Lkw-Hersteller billigte. Diese Gutschriften sollen Unternehmen helfen, hohe Strafen nach den neuen Emissionsregeln zu vermeiden.
Sixt übt scharfe Kritik an den Maßnahmen und bezeichnet sie als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Konzernchef Konstantin Sixt prognostiziert steigende Mietpreise, da die Flotten auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Das Unternehmen warnt zudem vor der wachsenden Abhängigkeit Europas von chinesischen Batterielieferanten, die Lieferkettenrisiken bergen könnte.
Nach den neuen Vorgaben muss Deutschland bis 2030 sicherstellen, dass 83 Prozent seiner gewerblichen Flotte emissionsarm oder -frei sind. Nur fünf Jahre später steigt dieser Anteil auf 95 Prozent – ein radikaler Wandel, der die Branche vor enorme Herausforderungen stellt.
Der EU-Druck auf saubere Flotten erfordert von Unternehmen weitreichende Anpassungen. Vermieter wie Sixt rechnen mit höheren Kosten, während Hersteller unter Druck geraten, strengere Emissionsgrenzen einzuhalten. Gleichzeitig zeigt die Regelung, wie stark Europa bei der Batterieproduktion von ausländischen Lieferanten – vor allem aus China – abhängig ist.






