02 May 2026, 06:18

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Europa-Politik und rufen zu Demokraten-Wahl auf

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts codiert sind.

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Europa-Politik und rufen zu Demokraten-Wahl auf

Zwei ehemalige Berater haben US-Wähler aufgefordert, bei den anstehenden Zwischenwahlen die Demokraten zu unterstützen. Christoph Heusgen und Philip Murphy warnen in einem Gastbeitrag für die Rheinische Post vor den Folgen von Trumps Europa-Politik. Der US-Präsident behandle den Kontinent wie einen Gegner und stelle die Verpflichtungen Amerikas gegenüber der NATO infrage, schreiben sie. Zudem sehen die beiden Diplomaten in Trumps Umgang mit der Gewaltenteilung eine direkte Bedrohung für die demokratischen Kontrollmechanismen.

Die Experten betonen, dass der amerikanische Alleingang beiden Seiten des Atlantiks schade. Die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit bringe den USA und Europa weitaus größere Vorteile als isolationistische Politik. Als sichtbares Beispiel für die Folgen von Trumps unberechenbarer Außenpolitik verweisen sie auf die steigenden Spritpreise in den USA.

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Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich Heusgen und Murphy optimistisch, was mögliche Erfolge der Demokraten angeht. Sie prognostizieren, dass die Partei im November das Repräsentantenhaus zurückerobern und möglicherweise sogar die Mehrheit im Senat gewinnen könnte. Ein demokratischer Präsident im Jahr 2028, so ihr Argument, könnte die transatlantischen Beziehungen neu beleben und die Handelskonflikte zwischen den USA und der EU entschärfen.

Die Autoren schlagen zudem eine neue deutsche Strategie vor. Berlin solle mit Washington zusammenarbeiten, um den UN-Sicherheitsrat zu reformieren. Ein solcher Schritt, so ihre Überzeugung, würde die globale Governance stärken und das Vertrauen zwischen den Verbündeten wiederherstellen.

Heusgen und Murphy sehen in demokratischen Wahlsiegen den Schlüssel, um die aktuelle außenpolitische Richtung umzukehren. Ihr Artikel skizziert einen Weg zu erneuter Zusammenarbeit – von der NATO über den Handel bis hin zu UN-Reformen. Ohne Kurswechsel, warnen sie, werde sich die Belastung für die deutsch-amerikanischen und die transatlantischen Beziehungen weiter verschärfen.

Quelle