FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn trotz Wohnungsdruck ab
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn im Osten der Stadt ausgesprochen. Die Parteiführung argumentiert, dass das Gelände als grüne Freifläche für die Anwohner erhalten bleiben solle. Die Vorschläge des Senats ignorierten demnach sowohl Klimaschutzbelange als auch einen früheren Bürgerentscheid zu dieser Frage.
2019 hatte eine Volksabstimmung den Bau von Wohnungen auf dem Rennbahngelände abgelehnt. Ole Humpich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP in der Bremischen Bürgerschaft, berief sich nun auf dieses Ergebnis als Beleg dafür, dass die Pläne des Senats dem Willen der Bevölkerung widersprächen. Die Partei betont, die Stadt brauche weniger Beton und mehr Grünflächen.
Humpich wirft dem Senat zudem vor, mit den Bebauungsplänen die eigenen Prioritäten zu konterkarieren. Klimaanpassung und Hitzeschutz, so der Politiker, sprächen gegen eine weitere Bebauung des 30 Hektar großen Areals. Statt Wohnraum fordert die FDP die Umwandlung des Geländes in einen Ort für Erholung, Sport und Kultur.
Die Liberalen sehen in der Freifläche eine große Chance für den Bremer Osten. Eine Vernachlässigung des Geländes, so ihre Argumentation, rechtfertige keine Bebauung – erst recht nicht, wenn eine zukunftsweisende Nutzung der Gemeinschaft zugutekommen könnte.
Mit ihrer Haltung stellt sich die FDP gegen die Bebauungspläne des Senats. Angesichts des Bürgerentscheids von 2019 und der Klimaziele pocht die Partei darauf, die Rennbahn unbebaut zu lassen. Ihr Vorschlag zielt stattdessen auf die Schaffung eines multifunktionalen Raums für Freizeit, Fitness und lokale Veranstaltungen ab.






