05 June 2026, 17:06

FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die Partei retten?

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die Partei retten?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) traf sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Die Versammlung findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem die Partei die schwerste Krise seit Jahrzehnten durchlebt: Bei der Bundestagswahl 2023 verlor sie alle Mandate. Nun steht ein Führungswechsel an, bei dem Wolfgang Kubicki unangefochten die Spitze übernehmen soll.

Die Probleme der FDP verschärften sich im März 2023, als sie in den Landtagswahlen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheiterte. Seither liegen die Umfragewerte der Partei bundesweit konsequent unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Bundestag erforderlich ist. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt zudem, dass zwei Drittel der Wähler zweifeln, ob die FDP selbst mit neuer Führung wieder erstarken kann.

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Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, hatte zunächst geplant, für den Bundesvorsitz zu kandidieren. Doch noch vor dem Parteitag zog er seine Bewerbung zurück und strebt stattdessen die Wiederwahl als stellvertretender Vorsitzender an. Damit bleibt Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, als einziger Kandidat für die Parteispitze übrig.

Der Bundesparteitag begann am Samstag in Berlin, wo die Delegierten Kubicki offiziell wählen werden. Seine Ernennung markiert einen Strategiewechsel, mit dem die FDP nach ihrer historischen Niederlage wieder Fuß fassen will.

Kubicki übernimmt eine Partei, die keine Bundespolitik mehr mitgestaltet und in den Ländern weiter an Unterstützung verliert. Die Zukunft der FDP hängt davon ab, ob es gelingt, den Umfragesturz zu stoppen und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Die Ergebnisse des Parteitags werden die Weichen für den Wiederaufstieg stellen.

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