Führerschein abgeben für günstige Tickets – lohnt sich das wirklich?

Führerschein abgeben für günstige Tickets – lohnt sich das wirklich?
Deutsche Städte und Regionen testen Anreize für den Verzicht auf den Führerschein
In mehreren deutschen Städten und Regionen werden Modellprojekte erprobt, die Bürger:innen dazu bewegen sollen, ihren Führerschein abzugeben – im Gegenzug für Vergünstigungen im Öffentlichen Nahverkehr. Ziel dieser Initiativen ist es, den Autoverkehr zu reduzieren, Parkplatzknappheit zu entschärfen und älteren Menschen die Mobilität zu erleichtern. Bisher bleibt die Resonanz jedoch überschaubar: Nur wenige tausend Menschen haben bundesweit teilgenommen.
In Niedersachsen wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Programme aufgelegt, die mit Anreizen für die Abgabe des Führerscheins oder die Abmeldung eines Autos werben. Die Bilanz fällt gemischt aus: Einige Angebote stoßen auf reges Interesse mit mehreren hundert Teilnehmer:innen, andere kämpfen um Aufmerksamkeit.
Seit 2021 testen Städte wie Hamburg, München und Hannover das Modell "Führerschein gegen Fahrschein". In Hamburg erhielten einige hundert Freiwillige, die ihren Führerschein abgaben, kostenlose HVV-Jahreskarten. München bot ermäßigte IsarCards für denselben Tausch an – auch hier machten nur wenige hundert mit. Hannover lockte im GVH-Programm mit günstigeren Langzeit-Tickets und verzeichnete leicht höhere, aber immer noch moderate Teilnehmerzahlen.
Im Landkreis Göttingen läuft seit 2019 der Sichere-Fahrt-Schein: Über 1.200 Menschen ab 65 Jahren tauschten ihren Führerschein gegen ein halbjähriges Regionalticket ein. Deutlich stärker nachgefragt wurde Hannovers Programm Fahrschein statt Führerschein: Zwischen 2021 und 2024 nutzten mehr als 8.300 Rentner:innen ab 60 das Angebot. Andere Ansätze scheiterten fast vollständig. Die Stadt Göttingen bot bis zu 700 Euro für Bürger:innen, die ihr Auto für ein Jahr verkauften oder stilllegten – das Geld konnte für ÖPNV-Tickets, Fahrräder oder Carsharing verwendet werden. Doch nur neun Personen bewarben sich, die Zukunft des Projekts ist ungewiss. Bremerhavens Umsteigen70-Ticket, das seit 2021 für Menschen ab 70 Jahren einen kostenlosen Jahresbuspass im Austausch für den Führerschein bietet – inklusive Mitnahmeoptionen an Abenden und Wochenenden –, stößt auf mehr Interesse, bleibt aber ein Nischenangebot.
Kritik an den Programmen kommt vom ADAC. Der Autoclub argumentiert, dass der bürokratische Aufwand für viele den Nutzen übersteige. Zudem sehen Kommunen sich mit rechtlichen und administrativen Hürden konfrontiert. Statt einzelner Anreize fordert der ADAC einen flächendeckenden Ausbau des ÖPNV und der Radinfrastruktur, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Das Niedersächsische Verkehrsministerium unterstützt die Initiativen hingegen als Teil der Klimaziele. Betont wird, dass freiwillige, positive Anreize – statt Verbote oder Strafen – nachhaltig das Verhalten ändern könnten.
Tausende ältere Menschen in Niedersachsen haben ihren Führerschein bereits gegen kostenlose oder ermäßigte Nahverkehrstickets eingetauscht. Doch eine breite Wirkung bleibt aus: Die meisten Programme erreichen nur wenige hundert Teilnehmer:innen. Die Diskussion, ob finanzielle Anreize oder bessere Verkehrsalternativen langfristig wirksamer sind, um den Autoverkehr zu reduzieren, dauert an.

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