05 April 2026, 04:17

Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphobe Figur karikiert zu haben

Cartoon-Illustration eines verzweifelten Mannes in einem blauen Anzug, der auf dem Boden liegt, und einer Frau in einem gelben Kleid, die auf einem Stuhl sitzt und ein Objekt hält, mit Vorhängen, einer Tür und dem Text "Britishia zwischen Tod und den Ärzten" unten.

Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphobe Figur karikiert zu haben

Der Komiker Graham Linehan wirft Drehbuchautoren der BBC vor, ihn in der langjährigen Arztserie Doctors in negativer Weise dargestellt zu haben. Sein Vorwurf: Die fiktive Figur Dr. Graham Elton sei extra erfunden worden, um ihn wegen seiner umstrittenen Ansichten lächerlich zu machen. Die Serie, die nach 24 Jahren 2024 eingestellt wurde, bestreitet jede Verbindung zu realen Personen.

Linehans Vorwürfe kommen nach Jahren öffentlicher Kritik an seiner Haltung zu Transgender-Themen, die sogar zur Absage seines Auftritts beim Edinburgh Fringe Festival 2023 führte. Im Mittelpunkt des Streits steht Dr. Graham Elton, ein fiktiver Arzt Mitte 50, der als transphob und von seiner Frau getrennt dargestellt wird. Linehan argumentiert, dass Name, Alter und Ansichten der Figur zu stark seinem eigenen Leben entsprechen. Seit 2020 steht er in der Kritik, nachdem sich seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, nach seinen umstrittenen Äußerungen zu Transgender-Personen von ihm scheiden ließ. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

Ein Sprecher von BBC Studios wies Linehans Behauptungen zurück und betonte, Doctors sei eine rein fiktive Serie ohne Bezug zu realen Personen. Die letzte Staffel wurde 2024 ausgestrahlt; weitere Folgen sind nicht geplant. Stand April 2026 hat die BBC keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben, und es sind keine rechtlichen Schritte bekannt geworden.

Linehans Karriere war in den letzten Jahren von zunehmenden Kontroversen geprägt. Sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde aufgrund von Protesten gegen seine Ansichten abgesagt. Dennoch bleibt er eine lautstarke Stimme in Debatten um Geschlechtsidentität und gerät dabei häufig mit Aktivisten und ehemaligen Unterstützern aneinander.

Die BBC hält daran fest, dass Doctors niemals als Anspielung auf Linehan oder andere öffentliche Persönlichkeiten gedacht war. Die Serie endete, ohne direkt auf die Vorwürfe einzugehen. Vorerst bleibt der Streit ungelöst, und von keiner Seite sind weitere Stellungnahmen zu erwarten.

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