27 March 2026, 10:18

Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei decken Schwarzarbeit und Steuerbetrug auf

Braune Pappkiste mit blauem Aufkleber mit der Aufschrift "Polizei Politique Surete de L'Etat" und einem Auge-Symbol.

Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei decken Schwarzarbeit und Steuerbetrug auf

Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße in Ahlhorn am 12. September 2025

In Ahlhorn hat am 12. September 2025 eine groß angelegte Kontrollaktion gegen nicht angemeldete Beschäftigung und Verstöße gegen den Mindestlohn stattgefunden. Rund 100 Beamte von Zoll, Polizei und lokalen Behörden durchsuchten zehn Bars und Läden entlang der Wildeshauser Straße und in der Straße Am Lemsen. Im Fokus standen die Einhaltung des Arbeitsrechts, Steuerbestimmungen sowie Sicherheitsvorschriften.

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An den Überprüfungen beteiligten sich Kräfte des Zolls, der Polizei, der Kreisverwaltung Oldenburg und der Gemeinde Großenkneten. Sie prüften unter anderem die korrekte Anmeldung von Beschäftigten, die Zahlung des Mindestlohns und weitere arbeitsrechtliche Vorgaben. Während der Aktion beschlagnahmten die Behörden ein Kilogramm nicht versteuerten Wasserpfeifentabak und leiteten ein Steuerhinterziehungsverfahren gegen den Inhaber des Betriebs ein.

In zwei weiteren Betrieben wurde zudem unversteuerter Kaffee entdeckt, der aus den Niederlanden importiert worden war. Dies führte zu Nachforderungen bei der Kaffeesteuer sowie zu zusätzlichen Zollgebühren. Die Prüfer sicherten außerdem potenziell gefälschte Dokumente, die in einem Safe aufbewahrt wurden.

Die Maßnahme war Teil der landesweiten Bemühungen in Niedersachsen, illegale Beschäftigungspraktiken zu bekämpfen. Bereits im Jahr 2026 hatten zwei große länderübergreifende Aktionen stattgefunden: eine im Friseurgewerbe in ganz Niedersachsen am 14. März sowie vom 16. bis 18. März, eine weitere in der Baubranche im Landkreis Braunschweig. Letztere umfasste 66 Beamte, die im Rahmen einer bundesweiten Razzia 220 Personen kontrollierten.

Hendrik Raytarowski, Sprecher der Behörden, betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen, um faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Stephanie Grotheer ergänzte, dass solche gemeinsamen Einsätze auch Unternehmen entlasteten, da sie wiederholte Kontrollen und damit verbundene Betriebsstörungen reduzierten.

Die Ahlhorn-Razzia führte zur Beschlagnahmung nicht versteuerter Waren und zur Einleitung von Strafverfahren. Zudem überprüften die Behörden die Einhaltung von Gaststättenrecht, Gewerbebestimmungen und Sicherheitsvorschriften. Die Ermittlungen zu gefälschten Dokumenten und Steuerhinterziehung dauern weiterhin an.

Quelle