02 April 2026, 20:15

Grüne fordern Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen explodierende Energiepreise

Grafik mit dem Titel 'Benzin- und Dieselpreise in den Vereinigten Staaten', die zwei Linien zeigt, die die Staatspreise im Laufe der Zeit darstellen, wobei eine blaue Linie einen sinkenden Preis und eine grüne Linie einen steigenden Preis anzeigt.

Grüne fordern Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen explodierende Energiepreise

Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der Grünen, hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um die steigenden Sprit- und Energiepreise in den Griff zu bekommen. Dazu gehören ein temporäres Tempolimit auf Autobahnen, eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne sowie die Rückkehr des 9-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Haushalte mit explodierenden Preisen an der Zapfsäule und bei den Stromrechnungen kämpfen.

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Banaszak kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Koalition scharf, weil sie in der Energiekrise nicht entschlossen genug handelten. Er betonte, dass die Bürgerinnen und Bürger Opfer bringen würden, wenn die Politik klare Ziele und praktische Lösungen vorlege.

Zu seinen Vorschlägen gehört ein befristetes Tempolimit auf Autobahnen, das den Spritverbrauch senken und die Kosten für Autofahrer verringern soll. Zudem forderte er die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen zu bewegen.

Die Bundesregierung hat sich bisher nicht direkt zum Tempolimit geäußert. Stattdessen dürfen Tankstellen ab dem 1. April 2026 die Spritpreise nur noch einmal täglich – mittags – erhöhen, während Preissenkungen weiterhin uneingeschränkt möglich bleiben. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch weiterhin Uneinigkeit: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) befürwortet eine Deckelung der Spritpreise, während Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) dies als unnötige Markteingriffe ablehnt.

Banaszak plädierte zudem für eine Übergewinnsteuer auf Ölkonzerne und argumentierte, die Einnahmen könnten genutzt werden, um die Stromkosten für Haushalte zu senken. Er unterstrich, dass mutige Schritte nötig seien, um Verbraucherinnen und Verbraucher in der anhaltenden Teuerungswelle zu entlasten.

Die Vorschläge der Grünen zeigen den wachsenden Druck auf die Regierung, die hohen Energiepreise in den Griff zu bekommen. Während die Minister noch über Preisregulierungen diskutieren, setzt Banaszak auf Verbrauchsreduzierung und eine Umverteilung der Gewinne der Ölkonzerne. Ob seine Ideen in den kommenden Monaten breitere politische Unterstützung finden, bleibt abzuwarten.

Quelle