Grüne in Rheinland-Pfalz setzen mit rein weiblicher Führung auf Neuanfang
Admin UserGrüne in Rheinland-Pfalz setzen mit rein weiblicher Führung auf Neuanfang
Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung
Zum ersten Mal haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine ausschließlich aus Frauen bestehende Parteispitze gewählt. Dies folgt auf ihren Rückgang in die Opposition, nachdem sie bei der jüngsten Landtagswahl nur noch 7,9 Prozent der Stimmen erhielten. Die Partei bestimmte zudem eine neue Fraktionsvorsitzende und zwei Co-Vorsitzende, die ihre künftige Ausrichtung prägen sollen.
Bei der Landtagswahl verloren die Grünen 1,4 Prozentpunkte und beendeten damit 15 Jahre Regierungsbeteiligung. Katrin Eder, die ehemalige Mainzer Umweltministerin, hatte den Wahlkampf mit den Schwerpunkten Klimaschutz und Widerstand gegen die rechtsextreme AfD geführt. Trotz der Niederlage wurde sie zur neuen Fraktionschefin gewählt und kündigte an, die Regierung aus der Opposition heraus vorantreiben zu wollen.
Auf dem Parteitag wählten die Delegierten zwei neue Co-Vorsitzende: Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während die 33-jährige Christin Sauer aus Mainz bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte. Sauer betonte ihr Ziel, das Vertrauen in die Grünen zurückzugewinnen und bis 2031 wieder an die Regierung zu kommen.
Der scheidende Landesvorsitzende Paul Bunjes unterstrich die Rolle der Partei, sich in den kommenden Jahren für marginalisierte Themen und Menschen einzusetzen. Die neue Führung markiert einen Wandel, während sich die Grünen auf ihre Zeit außerhalb der Regierung vorbereiten.
Nach den Wahlverlusten steht den Grünen nun eine Phase in der Opposition bevor. Mit Eder an der Spitze der Fraktion und einem rein weiblichen Landesvorstand strebt die Partei an, bis 2031 wieder an Einfluss zu gewinnen. Ihr Fokus bleibt auf Klimapolitik, der Abwehr der extremen Rechten und der Vertretung unterrepräsentierter Stimmen gerichtet.






