12 June 2026, 12:12

Halle (Saale) setzt auf ausfahrbare Poller – Geschäftsleute protestieren gegen WM-Sicherheitsmaßnahmen

Empörung auf der Barstraße in Halle (Saale): Wirte rebellieren gegen die WM-Sicherheitsbarrieren der Stadt - sie wollen kaum Fußball zeigen

Halle (Saale) setzt auf ausfahrbare Poller – Geschäftsleute protestieren gegen WM-Sicherheitsmaßnahmen

In der Stadt Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße vorübergehend ausfahrbare Poller installiert, um während der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft den Autoverkehr einzudämmen. Die Behörden wollen damit rücksichtsloses Fahren verhindern und die zahlreichen Fußballfans schützen, die sich in dem Viertel versammeln. Die Maßnahme stößt jedoch bei lokalen Geschäftsleuten auf heftigen Widerstand.

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Die Absperrungen können abends und nachts hochgefahren werden, um den Fahrzeugzugang zu beschränken. Die Stadtverwaltung betont, die Regelung sei notwendig, um „Protzfahrten“ zu unterbinden und die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, die sich die Spiele anschauen.

Betroffene Gastwirte und Ladenbesitzer wurden vor der Installation nicht konsultiert. Sie halten die Poller für überflüssig, da kaum ein Betrieb in der Straße WM-Spiele überträgt – nur drei Lokale planen dies. Viele bezeichnen die Absperrungen als „militärisch“ und warnen, sie würden das lebendige Flair der Straße zerstören.

Statt physischer Barrieren schlagen die Geschäftsleute verstärkte Polizeistreifen an Freitag- und Samstagabenden zwischen 21 und 24 Uhr vor. Sie sind überzeugt, dass Bußgelder für Verkehrsverstöße die Kosten für den Einsatz decken würden. Dieser Ansatz, so ihre Argumentation, würde problematisches Fahrverhalten eindämmen, ohne den Charakter des Viertels zu beeinträchtigen.

Die Stadt beharrt darauf, dass die Poller eine notwendige Sicherheitsvorkehrung für die Dauer des Turniers seien. Die Geschäftsleute lehnen die Entscheidung weiterhin ab und fordern Dialog sowie alternative Lösungen. Der Konflikt zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen von Sicherheit und den Interessen der lokalen Wirtschaft ausfallen können.

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