Hamburger Jugendhilfe-VKJH droht die Schließung – 17 Einrichtungen in Gefahr
Admin UserHamburger Jugendhilfe-VKJH droht die Schließung – 17 Einrichtungen in Gefahr
Hamburgs Jugendwohlfahrtsverband VKJH steht vor der Schließung
Der Hamburger Verband für Kinder- und Jugendhilfe (VKJH) droht wegen finanzieller Instabilität geschlossen zu werden. Zudem plant die Stadt, die 2017 eingerichtete Ombudsstelle OHA! – Anwaltschaft für Kinder- und Jugendrechte abzubauen. Ohne gesicherte Finanzierung könnte die Organisation bald ihre Arbeit einstellen.
Aktuell arbeitet der VKJH mit 2,5 Vollzeitstellen für Fachberater:innen und Projektmanager:innen. Doch die Zentrale bleibt unterfinanziert – für Verwaltungskosten fehlen die Mittel vollständig. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.
Die OHA-Ombudsstelle, die 2021 ihre Arbeit aufnahm, bearbeitet jährlich rund 300 Beratungsfälle. Trotz dieser Erfolgsbilanz will die Hamburger Schulbehörde sie mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenlegen. Dafür wäre ein neues Ausschreibungsverfahren nötig – ein Schritt, den das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) scharf kritisiert.
Anja Post-Martens, Geschäftsführerin des VKJH, betont, dass die ursprüngliche OHA-Ausschreibung bereits Kindertagesbetreuung umfasste. Eine Erweiterung sei von Anfang an vorgesehen gewesen. Falls bis Ende Juni keine Finanzlösung gefunden wird, muss der Verband über die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter verhandeln.
Der VKJH ist das einzige spezialisierte Netzwerk für offene Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg. Ohne dringende finanzielle Unterstützung könnte sein Wegfall die Versorgung junger Menschen massiv gefährden. Auch das Schicksal der OHA-Ombudsstelle steht nun auf dem Spiel.






