17 April 2026, 16:36

Handwerksbetriebe kämpfen mit Energiekosten und globalen Krisen – doch Reformen bringen Hoffnung

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Anstalt, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Anstalt.

Handwerksbetriebe kämpfen mit Energiekosten und globalen Krisen – doch Reformen bringen Hoffnung

Handwerksbetriebe in der Region kämpfen mit steigenden Energiekosten und globaler Unsicherheit

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Lokale Handwerksunternehmen sehen sich wachsenden Herausforderungen durch explodierende Energiekosten und weltweite Instabilität gegenüber. Der anhaltende Konflikt im Iran treibt die Ausgaben in die Höhe, während Lieferkettenstörungen und Investitionsunsicherheit die Lage zusätzlich belasten. Unterdessen trafen sich Branchenvertreter kürzlich, um über neue Vorschriften und langjährige Probleme wie Schwarzarbeit zu diskutieren.

Vertreter des Kreises Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf kamen im Kreishaus zusammen. Landrat Dr. Martin Sommer empfing die Handwerksinnungen zum jährlichen Austausch. Im Mittelpunkt standen drängende Themen, darunter die Auswirkungen illegaler Beschäftigung auf den fairen Wettbewerb und die öffentlichen Finanzen.

Die Runde befasste sich zudem mit den neuen Vergaberegeln, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Reformen zielen darauf ab, Verfahren zu vereinfachen, Bürokratie abzubauen und Handwerksbetrieben mehr Spielraum bei der Angebotsabgabe zu geben. Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, betonte die Chancen der Neuerungen und bezeichnete die Reformen als Möglichkeit für die Branche, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Ein weiteres zentrales Thema war die Bekämpfung der Schwarzarbeit, die Sozialversicherungsträger und den Staat jährlich Milliarden kostet. Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass illegale Beschäftigungspraktiken nicht nur ehrliche Betriebe benachteiligen, sondern auch qualifizierten Fachkräften Arbeitsplätze wegnehmen. Neben diesen Herausforderungen unterstrichen sie die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, um stabile Karrierewege zu sichern und die Nachfolge in Familienbetrieben zu gewährleisten.

Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, sowohl akute Probleme als auch die langfristige Stabilität anzugehen. Die neuen Vergaberegeln bieten einen Weg zu weniger Bürokratie, während die fortlaufenden Bemühungen gegen Schwarzarbeit faire Beschäftigungsverhältnisse schützen sollen. Angesichts steigender Energiekosten und globaler Spannungen, die Lieferketten belasten, bleibt das lokale Handwerk weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden angewiesen.

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