Italo fordert faire Trassenvergabe für Deutschland-Expansion bis Mai
Italo drängt auf Reform der Trassenvergabe in Deutschland
Der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo fordert grundlegende Änderungen bei den Regeln für die Zuteilung von Zugtrassen in Deutschland. Das Unternehmen verlangt fairen Zugang zu Bahnhöfen und eine garantierte Mindestkapazität an Schieneninfrastruktur, um seinen geplanten Markteintritt in Deutschland vorzubereiten.
Aktuell läuft beim Bundesnetzagentur eine öffentliche Anhörung, bei der Italo, die Deutsche Bahn und Flixtrain ihre Standpunkte zu dem Thema darlegen.
In einem Schreiben an die Bundesnetzagentur hat Italo eine reservierte Mindestkapazität für neue Marktteilnehmer gefordert. Das Unternehmen betont, keine Sonderbehandlung zu verlangen, sondern grundlegende Planungssicherheit für Investitionen zu benötigen. CEO Luca Cordero di Montezemolo verlangt klare Regeln zur Trassenvergabe bis Ende Mai.
Der Betreiber strebt zudem langfristige Rahmenvereinbarungen an, um stabile und regelmäßige Verbindungen zu gewährleisten – und nicht nur Restkapazitäten zugeteilt zu bekommen. Darüber hinaus argumentiert Italo, dass neue Anbieter fairen Zugang zu Serviceeinrichtungen und gewerblichen Flächen in Bahnhöfen erhalten sollten.
Für Italo wird die Zeit knapp: Bis Juni muss das Unternehmen einen endgültigen Vertrag für neue Züge von Siemens unterzeichnen, um die Produktionsfristen einzuhalten. Die Expansion nach Deutschland hängt davon ab, dass die notwendigen Vereinbarungen bald getroffen werden.
Die laufende Anhörung bei der Bundesnetzagentur wird entscheiden, wie künftig Trassenkapazitäten vergeben werden. Italo, die Deutsche Bahn und Flixtrain bringen ihre Positionen in den Prozess ein.
Das Ergebnis der Anhörung wird maßgeblich darüber bestimmen, ob Italo seine Hochgeschwindigkeitsdienste in Deutschland starten kann. Erhält das Unternehmen die geforderten Garantien, könnte es die Zugbestellungen finalisieren und den Betrieb aufnehmen. Fehlen klare Regeln, drohen jedoch Verzögerungen bei den Expansionsplänen.






