19 June 2026, 14:15

Jan van Aken tritt als Linkspartei-Chef überraschend zurück

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Jan van Aken tritt als Linkspartei-Chef überraschend zurück

Jan van Aken hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Linkspartei bekannt gegeben. Sein Abschied erfolgt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit, in der er das öffentliche Bild der Partei entscheidend veränderte. Die Entscheidung, freiwillig zurückzutreten, fiel nach einer Phase bemerkenswerten Wachstums für die Linke.

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Während seiner Zeit als Parteichef arbeitete van Aken eng mit Ines Schwerdtner zusammen. Gemeinsam steigerten sie die Umfragewerte der Linken von lediglich 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Im Februar 2025 wechselten über 700.000 Wähler – viele von den Grünen enttäuscht – ihre Stimme zur Linken, maßgeblich dank seines Engagements.

Van Aken erweiterte zudem die Anziehungskraft der Partei, indem er als Doppelspitze mit Heidi Reichinnek gezielt ältere Wähler ansprach. Seine Medienauftritte festigten die Glaubwürdigkeit der Linken in der Außenpolitik. Bei seiner letzten Pressekonferenz enthüllte er eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner während der gesamten Veranstaltung gestanden hatte. Anschließend dankte er ihr für ihre herausragende Arbeit während ihrer Zusammenarbeit.

In einem überraschenden Moment gestand er Journalisten, dass er und Schwerdtner die Öffentlichkeit zwei Jahre lang in die Irre geführt hätten. Als sein Nachfolger gilt Luigi Pantisano.

Van Akens Führung, obwohl nur von kurzer Dauer, hinterlässt bleibende Spuren bei der Linken. Der Aufstieg in den Umfragen und die erweiterte Wählerbasis zählen zu seinen greifbarsten Erfolgen. Sein Abschied hinterlässt die Partei in einer stärkeren Position als zu Beginn seiner Amtszeit.

Quelle