22 May 2026, 22:22

Kritik an deutschen Krisenhilfen: "Zu pauschal und verschwendungsintensiv"

Former Economist Criticizes 'Scattergun' Approach to Relief Measures

Kritik an deutschen Krisenhilfen: "Zu pauschal und verschwendungsintensiv"

Eine ehemalige Wirtschaftsberaterin hat die deutschen Krisenhilfemaßnahmen als zu pauschal und verschwendungsintensiv kritisiert. Ulrike Malmendier argumentiert, dass die aktuellen Programme nicht ausreichend auf diejenigen abzielen, die am dringendsten Unterstützung benötigen. Stattdessen schlägt sie einen präziseren Ansatz vor, um bedürftige Haushalte gezielt zu fördern – ohne unnötige Ausgaben.

Besonders problematisch findet Malmendier das staatliche Tankrabatt-Programm, das ihrer Meinung nach auf Geringverdiener hätte beschränkt werden können. Durch die Nutzung bestehender Daten – etwa Pendlerpauschalen oder Kfz-Steuerunterlagen – hätte das Bundesfinanzministerium die Hilfen zielgenauer verteilen können.

Zudem warnt sie, dass das aktuelle Sozialsystem ungerechte Arbeitsanreize schafft. Bezieher von Leistungen, die knapp über den Fördergrenzen liegen, sehen sich oft mit hohen Rückforderungen konfrontiert, sodass sich zusätzliches Einkommen kaum lohnt. Die Behebung dieses Problems, so Malmendier, sollte Vorrang vor einer breiteren Debatte über Umverteilung haben.

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Um die Effizienz zu steigern, empfiehlt sie eine bessere Vernetzung der Daten zwischen Steuer-, Sozial- und Zahlungssystemen. So ließen sich die Hilfen auf die 20 Prozent der Bedürftigsten konzentrieren, statt die Mittel zu stark zu streuen. Gleichzeitig sieht sie Spielraum, Bürokratie abzubauen und die Regeln auf dem Arbeitsmarkt zu reformieren, um eine gerechtere Steuerlast zu erreichen.

Malmendiers Vorschläge zielen darauf ab, öffentliche Gelder zu sparen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Unterstützung bei denen ankommt, die sie wirklich brauchen. Würden ihre Ideen umgesetzt, könnten überflüssige Ausgaben reduziert und mögliche Steuererhöhungen in zentralen Bereichen vermieden werden. Im Mittelpunkt steht eine Krisenhilfe, die sowohl gerechter als auch kosteneffizienter gestaltet wird.

Quelle