30 March 2026, 06:19

Landkreis ändert Altkleidersammlung wegen Markt-Krise radikal um

Weißes T-Shirt auf einer blauen Oberfläche neben einem schwarzen und aschfarbenen Kleiderordner mit mehreren Löchern.

Landkreis ändert Altkleidersammlung wegen Markt-Krise radikal um

Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Alttextilien um – eine Reaktion auf den drastischen Einbruch des Secondhand-Kleidermarkts. Künftig können Bürgerinnen und Bürger gut erhaltene Textilien am Recyclinghof in Kaltennordheim im Verwaltungsgemeinschaftsgebiet Hohe Rhön abgeben.

Das neue System soll Kosten senken und die Qualität der Spenden verbessern. Der Zusammenbruch des Gebrauchttextilmarkts zwingt die Kommunalverwaltungen zum Umdenken: Wichtige Sortieranlagen sind insolvent gegangen, während die Kosten steigen und die Materialqualität sinkt. Als Konsequenz reduziert der Landkreis die Zahl der frei zugänglichen Sammelcontainer.

Bereits wurden einige Behälter in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Hohe Rhön abgebaut. Stattdessen setzt man nun auf zentrale, betreute Annahmestellen wie den Recyclinghof Kaltennordheim in der In der Aue 20. Dadurch soll die Verunreinigung der Spenden verringert und eine bessere Sortierung gewährleistet werden.

Nach wie vor können Bürger tragefähige, saubere Textilien wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen oder Hüte abgeben. Stark verschmutzte Textilien, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden hingegen nicht mehr angenommen. Die Behörden warnen zudem davor, Tüten oder Abfall neben den Containern zurückzulassen.

Jährlich fallen im Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien an. Angesichts steigender Kosten könnten weitere Gebührenerhöhungen vermieden werden, falls sich das neue System bewährt. Für die Region Hohe Rhön werden zusätzlich weitere Lösungsansätze geprüft.

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Auch andere Regionen haben ähnliche Anpassungen vorgenommen. So passte der Mitteldeutsche Zweckverband für Abfallwirtschaft (MZVO) seine Textilsammlung am 2. März 2026 an, während Eschweiler sein Angebot zum 1. Januar 2026 erweiterte.

Die Änderungen bedeuten zwar weniger Sammelstellen, ermöglichen aber eine bessere Kontrolle über die Spendenqualität. Bürger müssen ihre Alttextilien künftig an ausgewiesenen Stellen wie dem Recyclinghof Kaltennordheim abgeben. Der Landkreis erhofft sich dadurch langfristig stabile Kosten und den Erhalt der Recyclingdienstleistungen.

Quelle