20 March 2026, 20:32

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD kämpft um 33-jährige Macht – CDU liegt knapp vorn

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text zur Parteipromotion.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD kämpft um 33-jährige Macht – CDU liegt knapp vorn

In Rheinland-Pfalz nähert sich die Landtagswahl ihrem Höhepunkt, und die SPD steht vor ihrer größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Seit 1991 regiert die Partei das Bundesland, doch aktuelle Umfragen zeigen einen knappen Vorsprung für die CDU. SPD-Kandidat Alexander Schweitzer gibt sich zwar siegessicher, schließt aber eine Koalition mit den politischen Konkurrenten nicht aus, falls nötig.

Sein letzter Wahlkampfauftritt führte Schweitzer nach Landau, wo ihn drei ehemalige SPD-Ministerpräsidenten unterstützten: Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Ihre Anwesenheit unterstrich die lange Dominanz der SPD in Rheinland-Pfalz, das seit 1991 unter Führungspersönlichkeiten wie Scharping, Beck und Dreyer regiert wird. Zuvor hatte die CDU über 40 Jahre die Geschicke des Landes geprägt – mit prägenden Figuren wie Peter Altmeier und Helmut Kohl.

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Die SPD sicherte ihre Macht stets durch wechselnde Bündnisse: von Kooperationen mit der FDP bis 2011 bis zur aktuellen Zusammenarbeit mit den Grünen. Auch eine kurze "Ampel"-Koalition (2021–2026) gehörte in jüngerer Zeit dazu. Doch nun, da die CDU in den Umfragen leicht vorne liegt, betont Schweitzer, er wolle weiterhin das Ruder in der Hand behalten.

Mit einer maritimen Metapher beschrieb er sich selbst als Schiffsführer eines Lastkahns, während die CDU nur ein einfacher Matrose sei. Dennoch räumte er ein, dass eine Große Koalition nötig werden könnte, falls keine klare Mehrheit zustande kommt. Eines machte Schweitzer jedoch deutlich: Sollte die CDU gewinnen, werde er in keinem von ihr geführten Kabinett mitwirken.

Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die 33-jährige Ära der SPD weitergeht oder die CDU die Macht zurückerobert. Schweitzers Bereitschaft, eine Große Koalition in Betracht zu ziehen, deutet auf mögliche Kompromisse hin. Die letzte Entscheidung liegt nun bei den Wählerinnen und Wählern, die in den kommenden Tagen über die politische Zukunft Rheinland-Pfalz' bestimmen werden.

Quelle