Lokale Geistlicher zeigen Solidarität im Ahmaud-Arbery-Prozess gegen Rassismus
Admin UserLokale Geistlicher zeigen Solidarität im Ahmaud-Arbery-Prozess gegen Rassismus
Seit Oktober 2021 hält eine Gruppe lokaler Geistlicher täglich vor dem Gerichtsgebäude des Glynn County Präsenz. Die Kirchenvertreter zeigen damit ihre Unterstützung für die Familie von Ahmaud Arbery während des Prozesses gegen drei Männer, die seines Mordes angeklagt sind. Der Fall hat landesweit Aufmerksamkeit erregt und ist Teil einer breiteren Auseinandersetzung mit rassistischer Ungerechtigkeit in den USA.
Der Prozess gegen Gregory McMichael, Travis McMichael und William Bryan begann am 5. November 2021. Ihnen wird vorgeworfen, den 25-jährigen schwarzen Jogger Ahmaud Arbery am 23. Februar 2020 verfolgt und erschossen zu haben. Die Verhandlungen werden voraussichtlich zwei Wochen dauern.
Die interreligiöse Gruppe Glynn Clergy for Equity, der etwa 75 Mitglieder angehören, versammelte sich erstmals während der Geschworenenauswahl am 18. Oktober 2021 vor dem Gericht. Pfarrer DeWayne Cope, Rektor der episkopalen St.-Athanasius-Kirche, erklärte, die Gruppe wolle der Familie Arberys während des gesamten Prozesses zur Seite stehen. Auch Diakonin Willetta McGowen von der episkopalen St.-Markus-Kirche ist regelmäßig vor Ort.
Die Gruppe formierte sich 2020 nach Arberys Tod und organisiert seitdem „Gerechtigkeitsabende“ und Diskussionsrunden. Diese Veranstaltungen sollen den Dialog über rassistische Heilung und Verständigung innerhalb der Gemeinden und der breiten Öffentlichkeit fördern.
Während der Prozess voranschreitet, setzt die Gruppe ihr tägliches Engagement für friedliches Zeugnis und Gebet fort. Ihre Anwesenheit vor dem Gericht zeigt Solidarität mit Arberys Familie und der lokalen Gemeinschaft. Der Fall bleibt ein zentraler Bezugspunkt in der anhaltenden nationalen Debatte über rassistische Ungerechtigkeit.
