Mainzer Streit um Leinenpflicht und Hundewiesen im MLK-Park eskaliert
In Mainz hat sich ein Streit um hundefreundliche Flächen zugespitzt, nachdem Anwohner:innen im Juli im Martin-Luther-King-Park (MLK-Park) protestiert hatten. Die Gruppe forderte eine bessere Infrastruktur, darunter Spender für Hundekotbeutel und einen ausgewiesenen Bereich, in dem Hunde ohne Leine laufen dürfen. Aktuell gilt der Park als öffentliche Grünanlage, in der die Leinenpflicht einzuhalten ist.
Der MLK-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Er verfügt über Bänke, einen Tischtennistisch, ein Boule-Feld, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Trotz dieser Angebote nutzen Hundebesitzer:innen das Gelände häufig – teilweise lassen sie ihre Tiere auch ohne Leine laufen.
Die Protestplattform Hundewiese-fuer-mainz.de setzt sich für Veränderungen ein und verlangt stadtweite Stationen für Hundekotbeutel sowie einen eingezäunten Hundepark. Der Stadtrat lehnt es jedoch ab, Grünflächen in Hundeauslaufzonen umzuwandeln, und verweist auf begrenzte Ressourcen. Im Mai 2024 genehmigten die Verantwortlichen Umgestaltungspläne für das Umfeld des MLK-Parks, wodurch ein neuer Hundepark unter den aktuellen Gegebenheiten nicht realisierbar ist.
Als Reaktion auf die Proteste wies der Rat die Verwaltung an, andere Grundstücke auf mögliche eingezäunte Hundebereiche zu prüfen. Bisher gibt es keine Angaben dazu, wie viele solche Flächen in Mainz bereits existieren oder in welchen Stadtteilen es an Angeboten mangelt.
Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Parknutzenden und Stadtplaner:innen. Während Anwohner:innen mehr hundefreundliche Einrichtungen fordern, lassen die aktuellen Umgestaltungspläne am MLK-Park kaum Spielraum für Änderungen. Die Behörden suchen weiterhin nach alternativen Standorten für ausgewiesene Hundeauslaufzonen.






