Marzahn Pride 2024 setzt Zeichen für queere Geflüchtete und Migrant:innen
Admin UserMarzahn Pride 2024 setzt Zeichen für queere Geflüchtete und Migrant:innen
Marzahn Pride findet 2024 mit Fokus auf queere Geflüchtete und Migrant:innen statt
In diesem Jahr steht der Marzahn Pride ganz im Zeichen der Unterstützung queerer Geflüchteter und Migrant:innen. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Reden lokaler Persönlichkeiten. Trotz früherer Bedrohungen gibt es 2024 bisher keine Hinweise auf eine Mobilisierung rechtsextremer Gruppen gegen den Umzug.
2022 sah sich der Marzahn Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. Die Berliner Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnete zudem einen Anstieg körperlicher Angriffe und rechtsextremer Propaganda im Bezirk. Einschüchterungsversuche wie Aufkleber und Hetzmaterial tauchten in den Vorjahren wiederholt entlang der Paradestrecke auf.
Der diesjährige Umzug will besonders auf die Herausforderungen queerer Geflüchteter und Migrant:innen in Marzahn aufmerksam machen. Im Anschluss beginnt um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, mahnt zur Vorsicht: Das Ausbleiben organisierter Gegenproteste bedeute nicht automatisch Sicherheit.
Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen oder gestört. Die Organisator:innen bleiben wachsam, hoffen aber auf einen friedlichen Ablauf.
Der Umzug und das Fest finden wie geplant statt, mit Eröffnungsreden von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Behörden und Veranstalter:innen beobachten die Lage weiterhin genau. Die Veranstaltung soll Sichtbarkeit und Solidarität für queere Communities in Marzahn stärken.






