29 June 2026, 10:14

Massenrücktritt im bayerischen Mittelstandsverband erschüttert lokale Wirtschaft

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt im bayerischen Mittelstandsverband erschüttert lokale Wirtschaft

Der gesamte Vorstand des Mittelstandsverbands im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Die Entscheidung folgt auf monatelange wachsende Unzufriedenheit mit der Ausrichtung und den politischen Richtlinien der Organisation.

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Die Vorstandsmitglieder Cornelia Jeschek, Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel kündigten nach reiflicher Überlegung ihren Rücktritt an. Als Hauptgründe nannten sie Frustration über die Rentenpolitik, die zunehmende Bürokratie und die stark gestiegenen Energiekosten.

Die Gruppe kritisierte zudem das Fehlen demokratischer Prozesse innerhalb des Verbands. Sie argumentierten, dass die Möglichkeiten für eine sinnvolle Mitgestaltung nahezu verschwunden seien, was es zunehmend schwierig mache, sich wirksam für den Mittelstand einzusetzen. Ihre Bedenken beschränkten sich dabei nicht nur auf den lokalen Verband, sondern erstreckten sich auch auf die regionale und landesweite Ebene.

Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Mittelstandsverbands in Oberfranken und Leiter der Kreisgeschäftsstelle Hof, trat sowohl aus der Organisation als auch aus der CSU aus. Er warf der CSU vor, den Kontakt zu ihren Mitgliedern und den wirtschaftlichen Herausforderungen vieler Unternehmen verloren zu haben.

Die Rücktritte hinterlassen die lokale Gliederung ohne Führung. Die ausscheidenden Mitglieder betonten, dass ihre Entscheidung die Unvereinbarkeit ihrer Rollen mit den aktuellen Richtlinien und Praktiken des Verbands widerspiegle. Ihr Ausstieg unterstreicht die tiefer liegenden Spannungen innerhalb der Organisation.

Quelle