23 June 2026, 20:11

Messerangriff in Göttingen: Politische Debatte über Extremismus entbrennt nach Notwehr-Verdacht

Linke beschuldigt CDU wegen Vorfall - aber es war wohl Notwehr

Messerangriff in Göttingen: Politische Debatte über Extremismus entbrennt nach Notwehr-Verdacht

Bei einem Messerangriff in Göttingen wurde ein 23-jähriger Mann schwer verletzt. Das Opfer, das der linken Szene zugerechnet wird, befindet sich in stabilem Zustand, kann jedoch noch keine Aussage machen.

Die Tat löste umgehend polizeiliche Ermittlungen aus. Die Behörden prüften zunächst einen möglichen politischen Hintergrund der Attacke. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen, später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, da die Staatsanwaltschaft keine hinreichenden Gründe für einen Haftbefehl sah.

Die Ermittler gehen inzwischen von Notwehr aus. In sozialen Medien wurde der Jugendliche zudem mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht – diese Vorwürfe sind jedoch bisher nicht bestätigt.

Die Öffentlichkeit reagierte prompt: Rund 600 Menschen versammelten sich am Sonntagabend in Göttingen zu einer Demonstration gegen rechtsextreme Gewalt. Einen Tag später folgten etwa 700 Teilnehmer einer weiteren Kundgebung. Der linke Politiker Ferat Koçak kritisierte die CDU scharf und warf der Partei vor, mit ihrer Politik rechtsextremen Tendenzen Vorschub zu leisten.

Der Gesundheitszustand des Opfers bessert sich weiterhin. Die Ermittlungen laufen noch, bisher wurden keine Anklagen erhoben. Der Fall hat lokale Proteste ausgelöst und eine politische Debatte über Extremismus und dessen Ursachen entfacht.

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