08 May 2026, 04:20

Migrationsforscher Knaus kritisiert deutsche Asylpolitik als wirkungslos und rechtlich fragwürdig

Ein Plakat, das eine detaillierte Karte von Europa zeigt, die die Mitgliedstaaten der Europäischen Union hervorhebt, mit Ländernamen, Grenzen, großen Städten, Flüssen und geografischen Merkmalen.

Migrationsforscher Knaus kritisiert deutsche Asylpolitik als wirkungslos und rechtlich fragwürdig

Ein führender Migrationsforscher hat sich gegen die deutsche Praxis der Zurückweisungen von Asylsuchenden ausgesprochen. Gerald Knaus, ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet, bezeichnete die Maßnahmen als wirkungslos und rechtlich fragwürdig. Seine Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland in diesem Jahr im Vergleich zu 2024 einen deutlichen Rückgang der Asylanträge verzeichnet.

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Die Zurückweisungspolitik, die nun an den deutschen Binnengrenzen durchgesetzt wird, war erstmals 2015 von der rechtspopulistischen AfD vorgeschlagen worden. Knaus argumentiert, dass der Fokus der Regierung auf diese Maßnahmen vor allem symbolischen Charakter habe und kaum praktische Auswirkungen auf die Migrationszahlen zeige.

Laut Knaus liegt der eigentliche Grund für die sinkende Zahl der Asylanträge in den Entwicklungen innerhalb Syriens selbst. Er betont, dass Deutschland und Österreich nach wie vor die wichtigsten Zielländer für syrische Flüchtlinge seien und 2024 rund 80 Prozent derjenigen aufgenommen hätten, denen in der EU Schutz gewährt wurde.

Knaus wirft der Politik zudem vor, gegen EU-Recht zu verstoßen und langfristig nicht tragfähig zu sein. Trotz der Bemühungen der Regierung bestehe er darauf, dass dieser Ansatz wenig dazu beitrage, die grundlegenden Herausforderungen der Migration zu bewältigen.

Der Rückgang der Asylanträge ist besonders in Deutschland und Österreich spürbar. Knaus’ Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Debatten über Wirksamkeit und Rechtmäßigkeit der Zurückweisungen. Seine Analyse deutet darauf hin, dass externe Faktoren – und nicht die nationale Politik – die aktuellen Trends maßgeblich prägen.

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