30 March 2026, 18:24

Neue Spritpreisregeln starten mittwochs – doch bringen sie wirklich Entlastung?

Plakat mit vier Schritten zur Reduzierung der Benzinpreise an der Tankstelle, mit einem blauen und weißen Logo mit einer Zapfsäule in der Mitte.

Neue Spritpreisregeln starten mittwochs – doch bringen sie wirklich Entlastung?

Die neuen Regeln zur Spritpreisgestaltung in Deutschland treten nun mittwochs statt samstags in Kraft. Die Änderung folgt auf die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat in der vergangenen Woche. Kritiker sehen in der Verzögerung ein Muster lascher Umsetzung.

Die Vorschriften begrenzen tägliche Preiserhöhungen auf einmal pro Tag um 12 Uhr mittags. Ursprünglich sollten sie vor Ostern 2026 eingeführt werden, doch kurzfristige Anpassungen verzögerten den Start. Die Spritpreise sind bereits gesunken: Der Liter Diesel fiel von 2,321 Euro am 23. März auf 2,234 Euro am 26. März – ein Rückgang um 5,5 Cent. Auch der Preis für E10-Benzin sank bis zum 26. März auf 2,054 Euro pro Liter.

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Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (TIV) begrüßt das neue Preissystem. TIV-Sprecher Herbert Rabl erklärte, die feste Mittagsaktualisierung könnte zu einem verschärften Wettbewerb führen und die Preise nach dem täglichen Reset weiter drücken. Gleichzeitig warnte er, dass ungewöhnliche Marktbewegungen auf verborgene Absprachen unter den Mineralölkonzernen hindeuten könnten.

Janine Wissler, wirtschaftspolitische Sprecherin der Linken, nannte die Verzögerung "absehbar". Zwar erhöhe die Regelung die Transparenz, doch spürbare Entlastungen für Autofahrer bleibe sie schuldig. Stattdessen forderte sie eine Übergewinnsteuer, um Krisengewinne an die Verbraucher zurückzugeben.

Der Bundestag verabschiedete das Gesetz am 26. März, der Bundesrat stimmte kurz darauf final zu. Der ursprüngliche Plan sah eine Einführung zu Ostern 2026 vor, doch die Umsetzung verschob sich um vier Tage. Das neue Preissystem startet nun am Mittwoch, mit täglichen Anpassungen fest um 12 Uhr. Während die Branche mit mehr Wettbewerb rechnet, zweifeln Kritiker an spürbaren Ersparnissen. Die Linke drängt weiterhin auf schärfere Maßnahmen – darunter eine Besteuerung von Übergewinnen.

Quelle