17 March 2026, 10:17

Neues Apothekengesetz soll Versorgung in ländlichen Regionen stärken und Fachkräftemangel bekämpfen

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Einsparungen für Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise verhandeln kann" mit einem Logo.

Neues Apothekengesetz soll Versorgung in ländlichen Regionen stärken und Fachkräftemangel bekämpfen

Ein neuer Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Apothekenversorgung in ganz Deutschland zu modernisieren. Das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sieht Änderungen bei der Vergütung, Präventionsmaßnahmen und einer Ausweitung der pharmazeutischen Aufgaben vor. Befürworter argumentieren, dass diese Reformen die zukünftige Versorgung sichern und den Fachkräftemangel im Sektor bekämpfen werden.

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Die SPD unterstützt einen zentralen Bestandteil des Plans: eine feste Gebührenerhöhung für Apotheken. Parteimitglieder betonen die Bedeutung dieser Betriebe, insbesondere in ländlichen Regionen, wo sie oft als letzte Anlaufstelle im Gesundheitswesen fungieren.

Die SPD-Politikerin Tanja Machalet hob die unverzichtbare Rolle der Apotheken in lokalen Gemeinschaften hervor. Sie bezeichnete sie als "Anker", die essentielle Dienstleistungen bieten, den Zugang zu medizinischer Versorgung erleichtern und den sozialen Zusammenhalt stärken. Machalet unterstrich zudem den Wert persönlicher Beratungsgespräche zwischen Apothekern und Patienten und nannte diese Interaktion entscheidend für die Patientensicherheit.

Dr. Christos Pantazis, ein weiterer SPD-Vertreter, bekräftigte diese Position. Er argumentierte, dass die feste Gebühr ein Grundpfeiler des Gesundheitssystems sei – vor allem in ländlichen Gebieten, wo Apotheken mitunter der einzige verbleibende Gesundheitsdienstleister sind. Ohne diese Gebühr könnten inhabergeführte Betriebe in finanzielle Schieflage geraten.

Die Reformen gehen über reine Gehaltsanpassungen hinaus. Das Gesetz soll pharmazeutische Dienstleistungen ausbauen und Apotheken als "Gesundheitslotsen" positionieren. Präventivmaßnahmen und erweiterte Unterstützungsangebote sind ebenfalls Teil der Pläne. Allerdings muss zunächst die Finanzkommission Empfehlungen aussprechen, bevor die Gebührenerhöhung bestätigt werden kann.

Die SPD erkennt an, dass die Apothekenfinanzierung mit der wirtschaftlichen Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Einklang gebracht werden muss. Parteivertreter betonen, dass sowohl die Interessen der Apotheken als auch die Systemstabilität in der endgültigen Entscheidung berücksichtigt werden müssen.

Der Gesetzentwurf steht nun zur weiteren Prüfung an, bevor er in Kraft treten kann. Bei einer Verabschiedung könnten die feste Gebührenerhöhung und die erweiterten Dienstleistungen Apotheken – besonders in unterversorgten ländlichen Regionen – mehr Stabilität verleihen. Zudem zielen die Reformen darauf ab, langfristige Herausforderungen wie Fachkräftemangel und sich wandelnde Anforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen.

Quelle