26 March 2026, 18:18

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz mehr Unternehmen und Lichtblicken

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgang trotz mehr Unternehmen und Lichtblicken

Niedersachsens Wirtschaft erlebte 2024 einen Rückgang – trotz leichtem Anstieg der Unternehmenszahlen sank das Gesamtaufkommen

Die Wirtschaft in Niedersachsen durchlief 2024 eine schwache Phase: Obwohl die Zahl der Unternehmen leicht zunahm, gingen die Gesamteinnahmen zurück. Der Umsatz bei mehrwertsteuerpflichtigen Betrieben sank um 1,8 Prozent auf rund 746 Milliarden Euro. Treiber des Rückgangs waren vor allem die Krisen in der Energiebranche und im verarbeitenden Gewerbe, auch wenn einige Sektoren weiterhin Wachstum verzeichneten.

Besonders hart traf es den Energiesektor: Die Erlöse der Versorger brachen um 17 Prozent ein. Auch die Industrie litt unter der schwachen Konjunktur und verbuchte ein Minus von 5,5 Prozent. Innerhalb dieses Bereichs waren der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung besonders stark betroffen.

Der Einzel- und Großhandel verstärkte den Abwärtstrend und trug so zur allgemeinen wirtschaftlichen Abkühlung bei. Dennoch gab es auch Lichtblicke: Die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie die wissenschaftlichen, technischen und unternehmensnahen Dienstleistungen verzeichneten deutliche Umsatzzuwächse. Diese positiven Entwicklungen reichten jedoch nicht aus, um die Verluste in Produktion und Handel auszugleichen.

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Trotz des Rückgangs bei den Einnahmen stieg die Zahl der Unternehmen in Niedersachsen um 0,6 Prozent auf 276.260. Erste Prognosen für 2025 deuten auf eine saisonale Belebung im Einzelhandel hin – die Weihnachtsumsätze könnten um 1,5 Prozent zulegen. Dennoch zeigen bundesweite Trends einen allgemeinen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit in Deutschland.

Die Zahlen für 2024 zeichnen ein gemischtes Bild der niedersächsischen Wirtschaft: Während Dienstleistungsbranchen expandierten, belasteten die deutlichen Einbrüche in Energie und Industrie die Gesamtperformance stark. Der leichte Anstieg der Unternehmenszahlen bietet einen kleinen Hoffnungsschimmer, doch die grundsätzlichen Herausforderungen für die regionale Wirtschaft bleiben bestehen.

Quelle